Boekgegevens
Titel: Herinnering aan Petrus de Raadt
Auteur: Kramers, J.H.
Uitgave: Rotterdam: Kramers, 1863
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 674 D 42
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_205848
Onderwerp: Pedagogiek: opvoeding binnen opvoedingsinstellingen
Trefwoord: 1800-1900, Pedagogen, Bibliografieën (vorm), Raadt, Petrus de
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   Herinnering aan Petrus de Raadt
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oft ich eine Frau so reden höre; aber anders ist es mit
dem Manne. Ilim müssen helle Ideen, deutliche und
klare Begrifi'e vor Augen stehen; er muss nach Gründ-
lichkeit seiner Erkentuiss und nach Gewissheit streben,
so weit sie möglich ist, nicht als ob dies alles den
wahren Glauben aufhebe. Wohl hüte sich der Mann
schwiiruierisch zu reden; nichts ist ungebührlicher als
dass er in einem mystischen Tone von der Gnade Got-
tes, der Verdorbenheit des ^lens'chen u. s. w, spreche,
und diese und ähnliche Ausdrücke immer wieder hören
lässt, er sei Frediger oder Schuster, gleichviel, AVer mir
auf diese Art vorschw'ätzt, den achte ich eben so, als
ich den herciiles an omphat.ens l'üssen zu thun ptlege.
Ich weiss wohl, dass es mit der Schwärmerei eine eigene
Sache ist. Durch sie sind wirklich grosse Thaten ge-
than: und ich bin überzeugt dass alles was aus Wolil-
thätigkeit und Aleuschenliebe hervorgeht au ihr eine
mächtige Stütze ündet. Ich fühle es, dass ich vielleicht
zu wenig Schwärmer bin um auszuführen was ich vor-
habe, aber ich hotte dass wenn ich nur vorsichtig fort-
gehe auf dem Weg den ich eingeslagen habe, ich wohl
von selbst auf den geh(irigen Standpunkt geführt werde.
Man ist hier ein Erzfeind gegen alle Aufklärung; ü bas
la raison ist der Ruf der allgemein ertönt. Es wurde
hier sehr geseufzt über eine Rede, die ein Prof. ge-
halten hat, worin er behauptet die Reformation sei noch
tiicht geschlossen.
12 Juli. Geliibtes Deutschland, lebe wohl. Zwar
iiabe ich schon längst dich verlassen, doch deine Sprache
hat doch bis jetzt noch in meinen Ohren ertönt. In
dem Augenblick wo ich an der äussersten Grenze stehe,
tritft miJ der Gedanke dich zu verlassen stärker nh je.