Boekgegevens
Titel: Herinnering aan Petrus de Raadt
Auteur: Kramers, J.H.
Uitgave: Rotterdam: Kramers, 1863
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 674 D 42
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_205848
Onderwerp: Pedagogiek: opvoeding binnen opvoedingsinstellingen
Trefwoord: 1800-1900, Pedagogen, Bibliografieën (vorm), Raadt, Petrus de
Bekijk als:      
Scan: Afbeeldinggrootte:
   Herinnering aan Petrus de Raadt
Vorige scan Volgende scanScanned page
69
sowohl in seiner Sprache als in seiner Kleidung. Er
trägt also einen deutschen Rock, und lässt die Haaren
und den Bart wachsen. Sobald er auf dem Turnplatz
ankam wurde ich von einem meiner Bekannten zu ihm
geführt; er sprach mii^ an als ob wir einander schon
längst gekannt hatten; und er drang so lange auf mich
ein, bis ich mich auf den Turnplatz begab und mit
turnte. Dieser ist übrigens eigentlicli nur ein Uebungs-
ort; es giebt in der Stadt noch mehreie Boden wo das
Turnen ganz systematisch getrieben wird, wie man das
in allen Tnrnbüchern tinden kann. T)as Turnen ist jetzt
an der Tagesordnung in Deutschland; fast keine Stadt
giebt es wo nicht eine solche Anstalt ist. Ich will
hier nur kurz meine Meinung, die gar nicht neu ist,
besj)rechen. Man kann das Turnen aus 8 verschie-
denen Gesichtspunkten betrachten; 1 ^ soll man damit
kiäftige, starke, gewandte Vertheidiger des Vaderlandes
bilden; soll man es bloss als eine jnidagogische
Sache auffassen, als eine zweckmassig geleitete Ei-
holnng, zur Unterhaltung und Stärkung der Gesund-
heit; als ein Hauptmittel gegen die Jugendsünde.
Teber die erste Ansicht fallt nicht viel zu sagen, da
die genau zusammenhängt mit den militärischen Systemen
der Fürsten, oder, an der anderen Seite, mit dem nur
zu oft unbesonnenen Rifer der jetzigen Reformatoren.
Diese Ansicht ist auch otfenbar übertrieben, und das
ganze Volk schon von der Jugend auf zum Soldaten
bilden zu Möllen, kann niemals als übereinstimmend mit
der jetzigen Entwicklungsstufe der Menschheit gedacht
werden. Den beiden andern kann der Pädagoge bei-
treten, ja das muss er, nur soll er sich sorgfältig für
Tebertreibung j^üten; und was die letzte Ansicht betrifft,