Boekgegevens
Titel: Het teekenonderwijs op de lagere school
Auteur: Kruseman, Arie Cornelis
Uitgave: Haarlem: Erven Loosjes, 1880 *
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: KVB VHBr. 1:1
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_203275
Onderwerp: Kunstwetenschappen: onderwijs, beroepsuitoefening en organisaties van de kunstwetenschappen
Trefwoord: Tekenen, Vakdidactiek
* jaar van uitgave niet op de gebruikelijke wijze verkregen, mogelijk betreft het een schatting
Bekijk als:      
Scan: Afbeeldinggrootte:
   Het teekenonderwijs op de lagere school
Vorige scan Volgende scanScanned page
31
schap te Weenen, over de toepassing van kunst
op ngverheid, de beoefening der kunst en het
instandhouden van nationale gedenkteekenen in
Oostenryk-Hongarye.
„Seit dem Jahre 1863 ist das Unterrichtsministerium
(in Oostenryk) unablässig bemüht, den Zeichenunterricht an
den Volks-, Mittel- und Gewerbeschulen zn heben.
„Bei der einschlägigen Eeform wurde das Ministerium von der
Ansicht geleitet, dass der Zeichenunterricht nicht blos als ein
Mittel zur allgemeinen Bildung und als Hilfsmittel für andere
Disciplinen zn betrachten sei, sondern es war auch von der
Ueberzeugung durchdrungen, dass nichts so sehr geeignet ist,
die Geschmacksbildung zu fordern und dadurch indirect den Volks-
wohlstand zu heben, als die Förderung des Zeichenunterrichtes.
„Es war unerlässlich geworden, die hierauf Bezug nehmenden
Fragen ilirem ganzen Umfange nach zu erörtern und mit der
Reform des Zeichenunterrichtes bei der Volksschule zu beginnen,
d.h. bei jener Schule, in welcher das Zeichenunterricht bisher
nur nominell ertheilt wurde.
„Mit MinisterialVerordnung vom 9. August 1873 ist der Lehrplan
und die Instruction für den Zeichennnterricht an Volks- und
Bürgerschulen hinausgegeben worden. Es wurde hierbei von dem
Standpunkte ausgegangen, dass der Zeichennnterricht an diesen
Schulen ein ^yfassenunterricht sei, d. h. alle Schüler einer Classe
haben sieh gleichzeitig mit einer und derselben Aufgabe zu
beschäftigen. Es müssen demnach die Zeichnungen an der Schnl-
tafel vom Lehrer angesichts der Classe ausgeführt und erläutert
werden, so zwar, dass alle Schüler mit ihren Arbeiten dem
Lehrer folgen können.
Der Unterricht muss ein mässig fortschreitender sein, damit
es jedem Schüler möglich werde, gleichen Schritt mit den
übrigen zu halten. Beim Freihandzeichnen an Volksschulen darf
von Zirkel, Reissfeder und Lineal kein Gebrauch gemacht wer-
den. In den höheren Stufen ist das Dictatzeichnen vorgeschrie-
ben, wodurch die Schüler durch lehrreiche Beispiele fiir den
I'nterricht in der Formenlehre vorbereitet werden. Ist das
Dictatzeichnen entwickelt, so tritt zn diesem das Zeichnen aus
dem Gedächtnisse als weitere Anregung zur Selbstthätigkeit der
Schüler liiuzu. Sind die Schüler hierin genügend fortgeschritten,