Boekgegevens
Titel: Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
Auteur: Susan, Seligman
Uitgave: Harlem: Erben F. Bohn, 1863
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8459
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201995
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Bellettrie, Duits, Schrijvers, Naslagwerken (vorm)
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   Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
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baö genftcv, auf bev ©tvafie ging bie S^vonimel, alê ic^ in unfcvc
SBohnftube tvat unb meinem Später, ber im weifen $ubermantet faf,
einen guten Storgenbot, hörte i^, wie ber leichtfilpige grifeur ihm
wdhrenb beê griftrenêhaarflein erjählte: bap hc»tc auf bem Sïathhaufe
bem neuen ©rofh^Sog Soachim gehulbigt werbe, unb ba^ biefer »cn
ber beften gamiliefei ,unb bie Si^wefter heê Saiferê Stapoleon jur grau
befommen, unb au(^ wirflich üiel Slnftanb befige, unb fein fc^oneê
fchwarjeê ^aar in Socten trage, unb ndchftenê feinen ©njug hal«
ten unb ftdjer allen grauenjimmern gefallen milffe. Unterbeffen
ging baê éetrommel auf ber ©träfe immer fort, unb ic^ trat »or
bie ^auêthür unb befah bie cinmarfcbirenben frdnjöfijchen Struppen,
baê freubige Solf beê Stuhmeê, baê fingenb unb flingenb bie SBelt
burchjog, bie hciter«ernften ©renabiergeftchte, bie Sdrenmiigen, bie
breifarbigen Sotarben, bie blinfenben Sajonette, bie QJoltigeurê
Voll Suftigfeit unb ï^oint b'honneur, unb ben allmächtig gropen,
filbergefticften 3;ambour«3)ïajor, ber feinen ©toef mit bem^Bergol«
beten Äncpf biê an bie erfte ©age Werfen fonnte unb feine Singen
fogar biê jnr jweiten ©age, wo ebenfallê fcböne 3ytäbd}en am
genfter fafen. 3ch "'icf'f t'ap wirSiuqnartierungbefdmen, —
meine Stutter freute ftc^ nicht — unb id) eilte nach bem 3Karft«
plag. ®a fah cê jegt ganj anberö auê, eê war, alê ob bie
aSelt neu angeftrichen worben, ein neueê SSappen hing am Siath«
fiaufe, baê ©fengcldnber an beffen SBalcon war mit geftirften
©ammetbeden liberhdngt, franjöfifche ©renabiere ftanben ©chilb«
wache, bie alten ^erren 3iathêherren hatten neue ©efichter ange«
jogen unb trugen ihre ©onntagêröcfe, unb fahen ftc^ an auffran«
jöjifch unb fpracfien bon jour, auê allen genftern gudten Samen,
neugierige Siirgerêleiite unb blanfe ©olbatcn füllten ben $lalj,
unb id} nebft anbern Änaben, wir fletterten anf baê grofe Sur«
fürftenpferb unb flauten baöon h^rab auf baê bunte SKarftge«
wimmel.
Stac^barS Ritter unb ber lange Surj hätten bei biefer ©elegen«
heit beinah' ^fn §alê gebrochen unb baê wäre gut gewefen; benn
ber Sine entlief nad^her feinen (Sltern, ging_ unter bie ©olbatcn,
befertirte, unb würbe in SOÏainj tobtgef^offen, ber Slnbere aber
machte fjjäterhin geographifche Unterfud}ungen in fremben 3;afchen,
würbe beêhalb wtrfcnbeê SKitglieb einer öffentlidjen ©pinnanftalt,
jerrip bie eifernen Sanbe, bie ihn an biefe unb an baê SJater«
lanb feffelten, fam glüdlich über baê SEaffer, unb ftarb in ?on«