Boekgegevens
Titel: Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
Auteur: Susan, Seligman
Uitgave: Harlem: Erben F. Bohn, 1863
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8459
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201995
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Bellettrie, Duits, Schrijvers, Naslagwerken (vorm)
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   Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
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ge&aifciie labclbeinigc Äerl, mit bcr weißen gchilvje unb bem um«
gehängten Äor&e öütl lieblich bampfenbcr Slpfeltört^en, bie er mit
einer nnwiberftehlichen Siöfantftimme ansupreifen raufte: „Die
2lpfeltörtchcn ftnb ganj frif^, eben aitö bem £5fen, riechen fo
belifat." — Sßahrlicf;, wenn in tneinen fpäteren 3cthren ber Ser«
fiK^ev mir beifommen wollte, fo fprad) er mit foli^er locfenben
Siöfantftimme, unb bei ©ignora ©iulietta wäre ich feine »olle
5Wölf ©tnnben geblieben, wenn fte nicht ben fiifen buftenbcn
feltörtchenton angefchlagen hätte. Unb wahrlicl;, nie würben
feltörtchen mich fo fei}»-' nngereiät haben, hätte ber frumme ^er«
mann fte nicht fo gchcimnig»oll mit feiner weißen Schärje bebecft—
unb bie ©chitrjen ftnb eö, welche — boch fte bringen mi^ auö
bem Sontert, ich fprach ja »on ber Sleiterftatue, bie fo »iel fil«
berne Söffel im Seibe hat, unb feitte Suppe, unb ben Äurfürften
San SBilhelm barftellt.
@r foll ein bra»er §crr gewefen fei^n, unb fehr funftliebenb,
unb felbft fehr gefchicft. @v ftiftete Die öemälDegallerie in Düf«
felborf, itttD atif Dem Dortigen Obfer»atorium jeigt man noch einen
überauö fiiuftlichen ©nfchachtelungöbecher »on .golj, Den er felbft
in feinen greiftnnben — er hatte beren täglidh »ier unb jwanjig
— gefchnigelt hat.
3)amalö waren bie gürften no^ feine geplagte Seute wie jegt,
unb Die Ärouc war ihnen am Äopfe feftgewachfen, tmb beö 9?achtö
jogen fic noch eine Schlafmüge barüber, unb f(^liefen ruhig, unb
ruhig 311 ihren güfen f^liefen bie Sölfer, unb wenn biefe beö
a)Jorgcnö erwarten, fo fagten fte: „guten 3Rorgcn, Sater!"
unb jene antworteten: „guten 9Worgen, liebe ^linber!"
Slber eö würbe plögli^ atiberö; alö wir eineö SKorgenö ju
Süffelborf erwachten, nnb „guten SJJorgen, Sater!" fagen woil«
ten, ba war ber Satcr abgereift, unb in ber ganjeu Stabt war
nicl)tö alö ftumpfe Seflemmung, eö war überall eine Strt Se«
gräbnißftimmung, unb bie Seute f^li^en fi^weigenb nach t^em
5)tarfte, unb lafen ben langen papternen Slnfchlag auf Der Sh"»^
beö jRathhatifeö. (Sö war ein trnbeö SSetter, unD Der Dünne
Schneiber Äilian ftanb Dennoch in feiner Stanqitinjacfe, bie er
fonft mir im öanfe trug, titiD bte blauwollnen Strümpfe hingen
ihm herab, baf bie nacften Seindhen betrübt her»oigucften, unb
feine fchmalen Sippen bebten, währenD er baö angefchlagene ^la«
cat »or ftch hinminniette. (Sin alter pfäljifcher 3n*-^alibe laö et«