Boekgegevens
Titel: Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
Auteur: Susan, Seligman
Uitgave: Harlem: Erben F. Bohn, 1863
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8459
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201995
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Bellettrie, Duits, Schrijvers, Naslagwerken (vorm)
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   Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
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ü'l.
3ii9cut>eriunennigen.
Die Statt 2)ü|'fclborf ift fefjr "nt*
Senic an fie benft, nnb änfäüig bort geboren ift, wirb einem ivnn«
berlich 5u ®hithe. 3cl> bin bort geboren, unb eö ift mir, aU
müßte icf) gleict} nac^ ^anfe ge^n. Unb wenn ii^ fage, na^
^anfe ge^n, fo meine bie Solferftrafe uub baö .§ang, worin
icf) geboren bin. 2)iefeö §auö wirb einft fe^r merfwürbig fein,
unb ber alten grau, bie eö befigt, habe ic^ fagen laffen, baß fie
bei Seibe baö ,§auö nic^t »erfaufen foHe. pr baö ganje ^anö
befänic fte jc|t boch f^um fo üiel, wie fchon aüein baö IrinfgelD
betragen wirb, baö einft bie grün»erfcf)leierten, »ornehmen (§n«
gtänberinnen bem Sienftmabchen geben, wenn eö ihnen bte Stube
jeigt, worin ich ^«ö Sicht ber 2ßelt erblicEt, unb ben .§ühner«
winfel, worin mith Vater gewöhnlich einfperrte, wenn ich Stau«
ben genafcht, tmb auch bie braune Shu^e, worauf SRutter micl)
bie Sud)ftaben mit Äreibe fchreiben lehrte — ach ©"tt! 5t)Zabci«
me, wenn ich ein berühmter Schriftftelfer werbe, fo h^t baö mei«
ner armen 3)futter genug SKühe gefoftet.
Slber mein SRuhm fchläft jegt noch in ben a)iarmorbrüchcn »on
(Sarrara, ber SKafuIatiir^Sorbcer, womit man meine Stinte ge«
fchmt'uft, hct feinen ®uft noch niciht burch bie ganje Söelt »erbreitet,
unb wenn je^t bie grün»erfchleierten, »ornehmen Sngldnberinnen
nacf) Süffelborf fomtneu, fo laffen fte baö berühmte .^aiiö no^
nnbejichtigt unb gehen birect nach bem 2)?arftplag, unb betrach«
ten bie bort in ber ÜÄitte ftehenbe, f^warje foloffale Sieuterftatuc.
2)iefe foll ben Äurfrirften 3a" SBilhelm »orfteüen. (St trägt einen
f^warjen ^arnifcl), eine tiefherabhängeube Sllongepettücfe. Sllö
Änabe hövte ich ^ie Sage, ber Äünftler, ber biefe Statue ge«
goffen, ha£>e währcnb beö (äieffenö mit Schrecfen bemerft, baß
fein SKetall nicht baju auöreiche, unb ba wären bic SBiirger ber
Stabt herbeigelaufen, unb hätten ihm ihre ftlbernen Söffel ge«
bracht, um ben (Suß jtt »otlenben — unb nun ftanb ich ftunben«
lang »or bem 9teuterbilbe, ttnb jerbrac^ mir ben Äopf: wie »iel
ftlbcnte Söffel wol)! barin fterfen mögen, unb wie »iel Slpfeltört«
*en man wohl für all baö Silber befommen fönnte? Slpfcl«
töxtchen waren nämlich bamalö meine^^affion — jefet ift eö Siebe,
Wahrheit, Sreiheit unb Äreböfuppe — tmb eben unweit beö Äiir«
fürftenbilbeö, an ber Sbeaterecfe, ftanb gewöbnlicf ber wunbcrlicfi