Boekgegevens
Titel: Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
Auteur: Susan, Seligman
Uitgave: Harlem: Erben F. Bohn, 1863
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8459
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201995
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Bellettrie, Duits, Schrijvers, Naslagwerken (vorm)
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   Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
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Äaiiit id} i[)n fch»eigeu heißen ? ®ie6t eé SJfenfchen o^ne Svnft,
bie nicht ju athmen brauchen — gnt für fte; aber fte mögen nicht
rechten mit mir; ich brauche bie SebenSlnft ber Freiheit, um fortju«
bauern. Unb wenn Sie wieber einmal »on einem meiner guten
greunbe fagen hören: er bauert mich, er barf eö gar nid}t wieber
wagen, nach Seutfchlanb ju fommen, er würbe in jeber ©efeïïf^aft,
an jebem öffentlichen Drte befdjimpft werben ~ fo miötrauen Sie
bem «gerjen ober bem Äopfe biefeö guten grennbeö. (§r ift entweber
©ner jener ©offen, wel(^e bte 33erläumbungen ber !)]oIijei weiter
fchwemmen, ober ift ein matfcher ®d}wamm, ber jebeö, worin man
ihn getaucht, gebanfenloö aufnimmt unb eö bei ber Berührung be«
hagli^ wieber abtröpfelt, ffiir haben baö gleich »om Anfange be«
merft unb öerftanben, wie jene, bie id; in baö .^erj getroffen, baö
3?olf gegen tnich anfjuwiegeln fudien. SlUe §unbe, bie ihren .§of
bewachen, haben fte »on ber Äette loögelaffen; alle hungrigen ßet«
tnngfchreiber mußten ein ©efchrei erheben, ehe man ihnen bie
©chüffel füllte unb biefeö ©ebell unb biefeö ©efchrei foUen baö 6on«
pt ber öffentlid)en SDJeinung bilben! Sei;en Sie nur ruhig, wie
ich eö au^ bin; ich San? ber ï)iann, folche ©auflerfünfte jit
vereiteln. 2)ie Slriftofraten möi^ten ben Streit auö ihrem ©ebiete
entfernen, benn fte wtffen re^t gut, baß er fte gilt unb nicht baö
ä?olf; aber wir fennen baö unb fpotten ihrer »ergebenen Sift. !Daö
Saterlanb herabwürbigen! Seutfcheö SJolf befchimpfen! ^)ätte
id) wtrflich gethan, waö fte biirch ihre SJuörufer mich befchulbigen
laffen — bie ^änbe fügten fie mir bafür! 3?aterlanb, SSolf,
, Schanbe, baö ftnb ben Slriftofraten nur mi^thologtfche ©e«
fchöpfe, unb fie hätten mich glüdlid)cn Säger bewunbert, bem folche
gabelthiere einmal wirflich in ben Sd}uf gefommen, ttnb ber fie ge«
troffen unb bann abgethan. 3hr ®aterlaub ift ber ^pof; ihre (ihre
ift in bcr Unterwürfigfeit beö Solfö; ihre Sdjanbe in beffen greiheit,
unb baö SSolt ift nichtö, ein Stuhl, ein 3;if(^, ein Öfen, baö mau
Weber fchänben no(i) ehren fann. Sor jolchen SDÏenfchen foll id)
mich fürchten ? Sie, ohne .^erj unb ohne ©ott, waö »ermögen fte
mir gegenüber, ber ich t'^be unb glaube?
(Sriefc au« ®ati«.)