Boekgegevens
Titel: Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
Auteur: Susan, Seligman
Uitgave: Harlem: Erben F. Bohn, 1863
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8459
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201995
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Bellettrie, Duits, Schrijvers, Naslagwerken (vorm)
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   Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
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mciftevleiuS unb cS barf nuv .^ut unb ©cfaugbuc^ uthnieu. Uub
jcgt — ich weif gewif auch, waö ^racht ift, furftliche bei fürftli«
chen SSevmdhIuugeu, baö Äanouieren, Söuniiuicven, @reväiereu unb
griftven babei; aber mit ber SBujifchen Vermählung fteü' bodh
bergleichen nie jufammen: fehet nur bem 9)fann hintennach, ber ben
Sonnen« unb .^immelöweg ju feiner Sraut geht unb auf ben anbern
2ßeg brüben nach bem 5(Iumneum fchauet unb benft: „wer'hätt'ö
»or »itr Sahrcu gebacht;" tc^ fage, fehet ihm nach! Shut eö nicht
au($ bie ?{uenthater $farrmagb, ob fte gleich SBaffcr trägt, unb
hctift einen folc^cn prächtigen öctlen Slnjug biö auf jebe granje in
ihren ©ehirn« unb Äleiberfamincrn auf ? ^at er nicht eine gepu«
berte 3fafen« uitb Sc^tthfpi^e? Sinb nid)t bie rothen Shorflügel
feincö Schwiegen^aterö aitfgebreht unb fdjreitet er ni^t burd; biefe
eilt, inbef bie üon ber ^aarlräuölcrin abgefertigte Verlobte burch
baS .§ofthrird)cn fd;leicht? Unb ftofen fte nic^t fo meubliert uttb
ilberpubert auf einanber, baf fte baS .§erj nicht haben, ftch „@uten
SDforgen!" ju bieten? 3)eun haben beibe in ihrem Seben ctwaö
Vräd;tigere0 unb liornehmereS gefehen, alö ftd; einanber heute? 3ft
in biefer »erjcihlichen Verlegenheit nid;t ber lange Span ein ©Ifitf,
ben ber fleine Vruber juge[(|nißt unb ben er ber Schwefter htuvecft,
bamit fte barum wie um einen SBeinpfahl bie 33Iumen«Staube unb
®eruch«Guafte fttr beö Äantorö Knopfloch winbe unb gürte ? 2ßer«
ben neibfüchtige Samen meine greunbe bleiben, wenn ich meinen
^infel eintunfe unb ihnen bamit »orfdrbe bie ^ßarüre ber Vraut, baö
jitterube @oIb ftatt ber ßitternabel im ^aar, bie brei golbnen 9Ke«
baiöonö auf ber 35ruft mit ben SIZiniaturbilbern ber beutft^en ^ai«
fer*), unb tiefer bie in Änöpfe jergoffenen Silberbarren ?....
fönnt' aber ben ^ßinfel faft jemanb an ben Äopf werfen, wenn mir
beifällt, mein SBuj unb feine gute Vraut werben mir, wentt'ö ab«
gebrucft ift, Pon ben Äofetten unb anberem Seufelöjeuge gar auSge«
lad;t: glaubt 3hr benn aber, 3hr ftäbtifd;en biftillierten unb tdtto«
wiertcn Seelen» erfduferinnen, bie 3hr «Ueö an 5Dtannöperfonen
meffet ttnb liebt, 3ht ^erj auögenommen, baf ich
ften o^erren Scfer babei gleid;gültig bleiben fömiten, ober baf wir
nid;t alle (Sure gefpannten SBangen, @ure jurfenben Sippen, (Sure
mit 2Big unb Vegierbe fengenben Augen unb (Sttrc jebem 3ufalt ge«
fügigen Arme, unb felber (Sure cmpftnbfamen Seflamatorien mit
*) 3n mandjcn teiitfcbcn ©eflcntcii tragen bie ÜKäbdjen 3 ®iifatcn am ^lalfe.