Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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S Die Wälschen sind es, beim Fackelbrand,
Sie schmieden und nieten mit emsger Hand,
Sie schmieden in Ketten die Slaven bleich ,
Eine Freiheit vernichtet jedweder Streich.
Sie nieten nun jedem mit emsger Hand
An die Beine ein zwängendes Eisenband,
Dann koppeln zusammen sie Mann an Mann ,
Den letzten , den schmieden am Fels sie an.
So liegt in der Höhle auf felsgem Grund
Die Schaar, mit Grollen, erschöpft und wund.
Es rasseln die Ketten hin am Gestein ,
Manchen Seufzer entflügelt zuweilen die Pein.
Der König, an einem der Beine blos
Gefesselt, weil er am Ende vom Trofs,
Starrt wild, aber kalt, in die Nacht hinein,
Den Morgen erwartend mit blutgem Schein.
Zur Seit ihm, von schwarzem Gelock umwallt.
Streckt lang sich aus eine kriiftge Gestalt ,
Ein Lanzenknecht ists, jung, stolz und rauh,
Von strammen Gliedern und ries'gem Bau.
Und zum König jetzt wendet sich der und spricht :
»Lafst euch nur entschwinden die Hoffnung nicht,
Ich weifs noch ein Mittel, ein blut'ges zwar,
Doch mag es wol wenden von euch die Gefahr.

In der Binde, die mir um die Hüften geht.
Hat den Dolch hier der listige Feind nicht erspäht.
Die rettende Brücke aus Tod und Qual
Soll bahnen für euch der gerettete Stahl.
Nicht ringt ihr von dieser Kette euch los.
Die listig an mich auch der Wälsche schlofs,
Geb' ich nicht das Bein an dem Ring da preis,
I 'S bleibt das einzige Mittel — wohlan, so seis!"
j Rückprallt da der König, entsetzt und bleich ,
I »Behüt, dafs die Freiheit mir solches erreich ,
Gefangen mit euch von der Wälschen Brut,
I Mags lieber sich sättgen an meinem Blut I"