Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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132, Schwäbische Kunde.
Als Kaiser Rotbart lobesam
Zum heiigen Land gezogen kam ,
Da mufst er mit dem frommen Heer
Durch ein Gebirge , wüst und leer.
Daselbst erhob sich grofse Not,
Viel Steine gabs und wenig Brod ,
Und mancher deutsche Rittersmann
Hat dort den Trunk sich abgethan,
Den Pferden wars so schwach im Magen ,
Fast mufst der Reiter die Mähre tragen.*
Nun war ein Heer aus Schwabenland
Von hohem Wuchs und starker Hand ,
Des Röfslein war so krank und schwach ,
Er zog es nur am Zaume nach,
Er hätt es nimmer aufgegeben
Und kostets ihm das eigne Leben,
So blieb er bald ein gutes Stück
Hinter dem Heereszug zurück :
Da sprengten plötzlich in die Quer
Fünfzig türkische Reiter daher,
Die hüben an auf ihn zu schiefsen ,
Nach ihm zu werfen mit den Spiefsen.
Der wackre Schwabe forcht sich nit,
Ging seines Weges Schritt vor Schritt,
Liefs sich den Schild mit Pfeilen spicken
Und thät nur spöttisch um sich blicken.
Bis einer, dem die Zeit zu lang,
Auf ihn den krummen Säbel schwang.
Da wallt dem Deutschen auch sein Blut,
Er trifft des Türken Pferd so gut,
Er haut ihm ab mit einem Streich,
Die beiden Vorderfüfs' zugleich.
Als er das Thier zu Fall gebracht,
Da fafst er erst sein Schwert mit Macht,
Er schwingt es auf des Reiters Kopf,
Haut durch bis auf den Sattelknopf,
Haut auch den Sattel noch in Stücken
Und tief noch in des Pferdes Rücken