Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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Die Enkelein wohl in der Ferne;
Sie segn ich bei Tage, sie segn ich bei Nacht —"
Die Kinder sie hören es gerne.
Er segnet die Kinder; da polterts am Thor,
Der Vater da ist er I Sie springen hervor,
Sie können den Arten nicht bergen —
»Was lockst du die Kinder! du Bettler! du Thor!
Ergreift ihn , ihr eisernen Schergen !
Zum tiefsten Verliefs den Verwegenen fort!"
Die Mutter vernimmts in der Ferne ,
Sie eilet, sie bittet mit schmeichelndem Wort —
Die Kinder sie hören es gerne.
Die Schergen sie lassen den Würdigen stehn ,
Und Mutter und Kinder sie bitten so schön ;
Der fürstliche Stolze verbeifset
Die grimmige Wut ^ ihn entrüstet das Flehn ,
Bis endlich sein Schweigen zerreifset.
»Du niedrige Brut, du vom Bettlergeschlecht!
Verfinsterung fürstlicher Sterne !
Ihr bringt mir Verderben ! geschieht mir doch Recht!"
Die Kinder sie hörens nicht gerne.
Noch stehet der Alte mit herrlichem Blick,
Die eisernen Schergen sie treten zurück ,
Es wächst nur das Toben und Wüten.
»Schon lange veiflucht' ich mein ehliches Glück,
Das sind nun die Früchte der Blüten !
Man leugnete stets und man leugnet mit Recht,
Dafs je sich der Adel erlerne !
Die Bettlerin zeugte mir Bettlergeschlecht, —"
Die Kinder sie hörens nicht gerne.
»Und wenn euch der Gatte, der Vater verstöfst,
Die heiligsten Bande verwegentlich löst,
So kommt zu dem Vater, dem Ahnen!
Der Bettler vermag , so ergraut und entblöfst,
Euch herrliche Wege zu bahnen.
Die Burg ist die meine ! Du hast sie geraubt,
Mich trieb dein Geschlecht in die Ferne ;
Wohl bin ich mit köstlichen Siegeln beglaubt!" —