Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg;
In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut;
Er stürzt der Fels und über ihn die Flut.
Kennst du ihn wohl ?
Dahin ! Dahin
Geht unser Weg ! o Vater, lafs uns ziehn !
109. Erlkönig.
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind ?
Es ist der Vater mit seinem Kind ;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er fafst ihn sicher, er hält ihn warm.
Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?''
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Krön und Schweif?
»Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif."
»»Du liebes Kind^ komm geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir!
Manch bunte Blumen sind an dem Strand ;
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.""
Mein Vater, mein Vater ! und hörest du nicht.
Was Erlenkönig mir leise verspncht ? —
»Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind!
In dürren Blättern säuselt der Wind.'"
«»Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön ;
■Meine Töchter lühren den nächtlichen Reihn,
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.""
Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort ? —
»Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau ;
Es scheinen die alten Weiden so grau." —
»»Ich lieb' dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
Und bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt."" -