Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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104. Beherzigniig.
Ach, was soll der Mensch verlangen?
Ist es besser, ruhig bleiben?
Klammernd fest sich anzuhangen ?
Ist es besser, sich zu treiben ?
Soll er sich ein Häuschen bauen ?
Soll er unter Zelten leben?
Soll er auf die Felsen trauen ?
Selbst die festen Felsen beben.
Eines schickt sich nicht für alle!
Sehe jeder, wie er's treibe,
Sehe jeder, wo er bleibe,
Und wer steht, dafs er nicht falle !
105. Ein Gleiches.
Feiger Gedanken
Bängliches Schwanken.
Weibisches Zagen,
Ängstliches Klagen
Wendet kein Elend,
Macht dich nicht frei.
Allen Gewalten
Zum Trotz sich erhalten.
Nimmer sich beugen,
Kräftig sich zeigen
Rufet die Arme
Der Götter herbei.
106. Trost in Thräinen.
Wie kommt's, dafs du so traurig bist, »Ihr lärmt und rauscht und ahnet nicht
Da alles froh erscheint? Was mich, den Armen, quält.
Man sieht dir's an den Augen an; Ach nein, verloren hab' ich's nicht,
Gewifs, du hast geweint. So sehr es mir auch fehlt."
»Und hab'ich einsam auch geweint, So raffe denn dich eilig auf.
So ist's mein eigner Schmerz,
Und Thränen fliefsen gar zu siifs ,
Erleichtern mir das Herz "
Du bist ein junges Blut.
In deinen Jahren hat man Kraft
Und zum Erwerben Mut.
Die frohen Freunde laden dich,
0 komm an unsre Brust ,
Und, was du auch verloren hast,
Vertraure den Verlust!
»Ach nein, erwerben kann ich's nicht.
Es steht mir gar zu fern.
Es weilt so hoch , es blinkt so schön,
Wie droben jener Stern."
erwiesen, ist der Pfarrer Ewald zu nennen, der, geistreich heiter in Gesellschaft,
die Studien seiner Pflichten, seines Standes im Stillen für sich durchzuführen
wufste, wie er denn auch in der Folge innerhalb des theologischen Feldes sich
ehrenvoll bekannt gemacht; er mufs in dem damaligen Kreise als unentbehrlich
auffassend und erwiedernd, mitgedacht werden." (Ebendaselbst IV, 17).