Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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steht der Mensch mit dem ruhigen Mut,
Über die stürmende Meeresflut
Den erhebenden Sieg gewinnend.
Feodor Löwe. 1)
99. Am Flusse.
(Vgl. 89).
Wenn du am breiten Flusse wohnst,
Seicht stockt er manchmal auch vorbei;
Dann, wenn du deine Wiesen schonst,
Herüber schlemmt er, es ist ein^Brei.
Am klaren Tag hinab die Schiffe,
Der Fischer weislich streicht hinan ;
Nun starret Eis am Kies und Riffe,
Das Knabenvolk ist Herr der Bahn.
Das mufst du sehn und unterweilen
Doch immer, was du willst, vollziehn I
Nicht stocken darfst du, vor nicht eilen ;
Die Zeit, sie geht gemessen hin.
DAS LEBEN EINE SCHIFFAHRT.
{Erzählung.)
Vgl. die vorigen Gedichte, besonders die Seefahrt — Schillers Distichon:
In den Ocean schifft mit tausend Masten der Jüngling;
Still auf gerettetem Kahn treibt in den Hafen der Greis.
1.. Hinaus auf die hohe See ! Der Wind i&t günstig und verspricht glückliche
^'ahrt. Güterfülle wartet drüben in der fremden Welt.
2. Der Kompafs (das Gewissen), das Steuer (die Vernunft), die Wellen (die
Leidenschaften). Die Segel werden aufgespannt dem günstigen Winde (dem Glück)
Mutig und zaghaft: Horat. carm. 11, 10, 1 : — neque altum Semper^ neque —
— — nimium premendo
Litus iniquum.
3. Der Sturm kommt, man zieht die Segel ein. Wind und Wellen spielen mit
dem Schiff, die Wogen schlagen über ihn zusammen. Schiffbruch (vernichtendes
Unglück).
geb. 5 Juli 1816 zu Kassel, Dr. Phil,, Hofschauspieler und Regisseur in Stutt-
gart. Seine Gedichte eilebten mehrere Auflagen, zuletzt 1875.