Boekgegevens
Titel: Deklinations-Tabelle der Deutschen und fremden Substantive
Auteur: Koch, F.F.W.
Uitgave: Leeuwarden: A. Meijer, 18XX
3e dr
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 5493
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201032
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Grammatica's (vorm), Overzichten (vorm)
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   Deklinations-Tabelle der Deutschen und fremden Substantive
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dar .;ano!ni'iseuiii
± = Mit und ohne Umlaut. M. == männlicb.
Ww. = Wörter. W. = weiblich,
a. 2 = auch 2 Dekl. S. = sächlich,
u. = und.
MEiiiis-Miii ME mm 11 mm istüi
von F. F, W. KOCH, Lehrer a/d. R. höhern Bürgerschule in Leeuwarden.

Li
Nach den Flexiorscndungeii unterscheidet man 5 Deklinationen :
eine schwache, drei starke und eine gemischte.
Allgemeine Regeln.
Die W. deklinieren im Sing, nicht.
In den starken Deklinationen sind Nom. und Akk. Sing, gleich.
Nom. Gen. und Akk. Plur. stimmen immer überein.
6.
Dat. Plur. erhält immer ein wenn er noch keins hat.
Der Umlaut findet in der schwachen u. gemischten
(1.5.) Dekl. gar nicht, in der 2n ausnahmsweise, in der 3n im-
mer, in der 4n iu der Kegel statt.
Männliche Sachnamen flektieren (Buchstabe u. Fels ausgenom-
men) nie schwach; einige jedoch gemischt.
Näheres über Gen. und Dat. starker DeTclinaiion.
Im Gen. und Dat. Sing, fällt das e gewöhnlich ab:
Bei mehrsilbigen Ww. auf: and, at, ent, ig, ing, ling, rieh, sal,
tum; z. B. des Heilands — dem 'Heiland.
Bei vokalauslantenden Ww., z. B. des Schnees, dem Schnee.
Darf es abfallen bij Ww. mit einem auslautenden Schmelzlaute
(1, m, n, r). z. B. des AV^ohls, dem Wohl.
Im Gen. und Dat. wird das e am besten beibehalten;
Bei Ww. auf: b, d, ch, g, k. z. B. des Buches, dem Buche.
Notwendig im Gen. bei Ww. auf: s, sch, st, sz, iz, z; und
bei mehrsilbigen, deren letzte Silbe betont ist. z. B. das Glas, des
GlöSes; der Schatz, des Schatzes; das Gebót, des Gebotes.
III. Das e im Dat. fällt in der Kegel auch ab:
X. Vdf einem vokalanlautenden Worte, sogar wenn die Abwertung im
Ge>. S. nicht erlaubt wäre. z. B. dem Geiz ergeben.
■2. W#in das Wort ohne Artikel nach einer den Dat. regierenden
Poepos. steht, z. B. mit Weib und Kind; von Jahr zu Jahr.
A.
SCHWACH.
Deklination.
s.
N. der Held
G. des Held-en
D. dem Held-en
A. den Held-en
P.
die Held-en
der Held-en
den Held-en
die Held-en
S.
die Auster
der Auster
der Auster
die Auster
P.
die Auster-n
der Auster-u
den Auster-n
die Auster-u
So flektieren:
1. Alle W., aiis-renonimen : 1». die einsilbigen umlautenden, 2o. die
nickt umlautenden auf nls. sal, (4 Dk) und 3". die umlautenden
Mutter u. Tochter. ('2 Dk) Folglich flektieren, wenn man Jlutter
u. Tochter u. die Ww. auf nis, sal ausnimmt, alle m e h r s i 1-
bigen W. Worter schwach.
2. Alle M. A'ülker- Personen- u. Tiernamen auf e. z. B. Böhme,
Bürge, Hase. z. B. Gen.: des Böhmen.
3. Die 12 Volkernamen :
Baier Baschkir Berber Bulgar Katfer Kalnmck
Kosak Kroat Pommer Tartar Ungar Wallach.
4. Folgende 44 M.
Bär Fink(e) Halunk(e) Mohr Schelm a.4.- Steinmetz
Nachbara.5.Schenk(e) Thor
-
N'arr(e)
Ochs(e)
riiin(e)
Pfau a. 5.
Barbar Fürst Held
Bauer Geck Herr(e)
(boer) Genosz(e) Hirt(e)
-BHCiisiaiie oespii(pi Tns:isz(e)
Brack(e) Graf Leu(e)
Burscha.4. Greif I-ump a. 4. Prinz
Fels Hagestolz Mensch Rapp(e)
Herr Sing, n, PI. en.
Aus Obenstehendem erhellt, dasz Buchstabe u. Fels die ein-
zigen schwach flektierenden M. Sachnamen sind.
Schranz(e) Truchsesz
»Schultheisz Vetter a. 5.
?icliulz(e) Torr,üir(e)
Seun(e)
Staar a. 4.
Spatz a. 4.
Fremdwörter.
1. Alle W., z. B.: Zone, Regel, Natur; Plur. Zonen.
2. Die Personennamen auf: e, t, {at, et, it, ot, ut,ant,eiiti'^st,ist,
Ost) ; ik, nreh, graph, krat, log, nom, soph, throp.
z. B. : Elève, Advokat, Poet, Jesuit, Despot, Protestant, Student
l'hantast, Pietist, Starost, Katholik, Monarch, Geograph.Demo-
krat, Theolog, Astronom, Philosoph, Philanthrop,
ende CO M. Personen- u. Sachnamen:
B.
STARK.
Deklination,
s. p.
N. der Bruder die Brüder
G. des Bruder-s der Brüder
I). dem Bruder den Brüder-n
A. den Bruder die Brüder.
3° Deklination,
s. p.
N. das Bad die Bäd-er
G. des Bad-es der Bäd-er
D. dem Bad-e den Bäd-ern
A. das Bad die Bäd-er
4'
s. p.
N. der Sohn die Sohn-e
G. des Sohn-es der Söhn-e
D. dem Sohn-e den Söhn-eu
A. den Sohn die Söhn-e
Peklination.
s.
die Braut
der Braut
der Braut
die Braut
P.
die Bräut-e
der Bräut-e
den Bräut-en
die Bräut-e.
So flektieren:
1. Die M. u. S. auf: er, el, en.
2. Die S. auf: chen, lein, e.
3. Die W. Mutter, Tochter, das
M. Käse.
4. Die 10 M.
Friede
Funke
Gedanke
Gefalle
(xlaube
Haufe [n
Namefn]
Same [ill
Schade[n]
...... '"]
Wille
flektirt man, als hätten sie das
eingeklammerte n.
Buchstabe besser 1 Dk.
Ausnahmen.
1. Schwach flektieren ,5 M. auf er.-
Baier, Bauer [boer], Berber,
Kaffer, Pommer.
2. Gemischt flektieren 8 M. auf
So flektieren:
1. Die 14 M.:
Bösewicht Mann a. 5. Strausz a.4.
Dom a. 5, Mund bes. 4.Vormund
Geist Ort a.4. Wald
Gott Rand Wurm
Leib Strauch a.4.
2. Die 68 S. u. alle auf tnm:
Aas
Amt
Bad
Band
Bild Glas
Blatt Glied
Brett Gral)
So flektieren:
1. Alle Ww. auf: nis u. sal.
2. Alle M. u. S. die nicht zur In, 2u, 3n oder ,5n Dk. gehören.
S.
N. d!r Stachel
G. dis ,Stachel-s
D. d!m Stachel
A. dm Stachel
c.
GEMISCHT.
5« Deklination.
s.
N. der Mast
G. der Mast-es
D. dem Mast-e
A. den Mast
P.
die Stachel-n
der Stachel-n
den Stachel-n
die Stachel-u
P.
die Mast-en
der Mast-en
den Mast-en
die Mast-en
So flektieren :
3. Folgende 43 W.:
Angst Geschwulst
AusfluchtGruft
Geschlecht
Gesicht Loch
Gespenst M a 1
Gewand
3. Folge
Antiquar Dnkat
Basilisk
Biblioman
Brillant
Chirurg
Cyklop
Elephant
Eunuch
Foliant
Gnom
Heiduck
Czar =:Zar Hottentot
Diakon Husar
Diamant a.ö.Kalif
Dolmetsch Kamerad
Kapaun a.5. Nerv a. 5.
Kolosz Obelisk
Komet Oktant
Konsonant Pandur
Kossat a.4. Planet
]jeopard Polack
Litliurg Polyp
Logarithni Prototyp
Mameluck Quadrant
Metallurg Quartant
Quotient
Rebell
Regular
Rival(e)
Satrap
Savoyard
Scholar
Sextant
Skald (e)
Sklav(e)
Substitut
Tribun a, 5.
Trinmvir
Tyrann
Ulan
Vagabund
Vasall
Veteran
Xyloglyph
er, el :
Geisel
Gevatter
Lorbeer
Muskel Stiefel
Pantoffel Vetter
Stachel
3. Gemischt flektieren 2 S. auf e :
Auge, Ende.
Umlaut nur:
1. Bei 28 M. auf er, el, en:
Acker
Brude"
Hammer
Schwager
Vater
Apfel
Hammel
Handel
Mangel
Mantel
9. Bei 2 W.:
3. Bei 3 S.:
Kloster
Lager
Wasser
Nabel Hafen
Nagel ih Kasten
Sattel ± Kragen
Schnabel± Laden
Vogel + Magen
± Boden Ofen
± Bogen Schaden
± Faden ± Wagen
Garten
Graben
Mutter, Tochter.
besser ohne
Uml.
Bruch a. 4. Gras
Buch Gut
Dach Haupt
Daus Haus
DenkmalHo Iz
a. 4. Horn
Ding
Dorf
Ei
Eichhorn
Fach
Fasz
Feld
Gehalt
Geld
Gemach
Gemüth
Huhn
Hundsfott
Kalb
Kind
Kleid
Korn
Kraut
Lamm
Land
L i c h t
Lied
Mahl
Maul
Mensch
Nest
Pfand ,
Rad
Reis
Rind
Scheit
Schild
Schlosz
Schwert
Stift
Thal
Tuch
Volk
Wams
Weib
Wort
Axt
±B ank
Braut
Brust
Faust
Frucht
Gans
Gunst
Hand
Haut
Kluft
Kraft
Kuh
Kunft
Kunst
Laus
Luft
Lust
±Macht
Magd
Maus
+Nacht
Naht
Not
Nusz
Nut
+ Sau
Schlucht
Schluft
+Schnur
Schwulst
Stadt
Wand
Wulst
Wurst
±Zu cht
Zunft
Zeitläufte
Einkünfte
1. DS 24 M.:
Ahn a. 1. Gevatter
Dorn a.4, 3.
Forst
Gau a.
Geisel ». 2.
blosz im
Plur.
Nachbar a.l, Staat Unterthan
Pantoffel a.2. Stachel Vetter a.l.
Pfau a. 1. Stiefel Zierat a.4.
See Strahl Zins
Sporn a. 4. Strausz a. 1, 4.
i 2. Di« 8 S.:
Auge, Bett, Ende, Hemd[e], Gliedmasz, Leid, Ohr, Weh.
3. pie im Sing, unregelmiiszigen: Herz, Schmerz.
Her» G. Herzens D. Herzen A. Herz PI. Herzen
Schiiierz . Schmerzens „ Schmerz Schmerz . Schmerzen
Halm a. 4.
Lorbe[e]r
Lump a. 1.
Mast
Aal
Aar
Ambosz
Anbau
±Anwalt
Arm
Bau
Behuf
Beruf
Besuch
Borg
Born
Bräutigam
;i Bug
• +Bund
+Dachs
. Docht
Dolch
l| Dorn a.3,5.
Die gesperrt gedruckten gehen, ! -). Druck
Umlaut.
ji 1. Bei allen W. auszer bei denen auf: nis, sal.
" 2. Nur bei 5 S.: + Boot, Bruch a. 3, Flosz, Lohn,
Ä3. Bei allen M. auszer den folgenden 112:
Umlaut hei allen.
zum Theil mit verschiedener Be-
deutung, auch nach der 4n Dk., Ii
und verlieren dann den Umlaut.
Eidam
Erfolg
Brlasz
Flachs
Flaum
Flur
+ Fusz
Gau a. ö.
±Gaul
Gehalt
Gemahl
Gespann
Gesuch
Golf
Grad
Griesgram
Hag
Hall
Halm a. 5.
Halt
Hanswurst
Hauch
Heiland
Heiszsporn
Herold
+Herzog
Holm Ort a.
Horst Pfad
Huf Pfahl
Hund ±Plan
Kapaun a.l.5. Pol
Kleinod a.5. Puls
3.
Knall
Kobold
Kolosz
Kork
Kram
Kuckuck
Kulm
Lachs
Laut
Leichnam
Luchs
Molch
Monat
Mond a. 5.
Mord
Mund a. 3.
Ohm
Pult
Punkt
Ruf
Salm
Samt
+ Schac.ht
+ Schaft
+ Schluck
± Schmuck
rhSchosz
Schuft
Schuh
Schurz
Spalt
+ Sporn a
Spund
Staar a. 1.
5.
t Rohr.
Stofl-
Strausz a.5.
Strolch
Tag
Tast
Tausch
Torf
Trunkenbold
Unhold
Verband
A^erhack
A'erhau
Verlust
Versuch
Vielfrasz
Wiedehopf
Witzbold
Zierat a. 5.
±Zoll
iZwieback
il-
Fremdwörter.
1. Die M. Personennamen auf ein tonloses or. z- B. Doktor, Gen.
Doktors, PI. Doktoren.
2. Die S. auf ium auch wenn abgeworfen] uv.m, al, il-, die im
Sing, unveränderlichen auf im, mus.
z. B. Princip[ium] G. Princips Plur. Prineipien.
Genius, des Genius — „ Genien.
Katechismus, des Katechismus — Plur. Katechismen. So auch:
Individuum, I ;'.echanal a. 4, Kapital a. 4, Mineral a. 4, Personal a. 4.
3. Die 17 M.
Affekt ïasan Juwel a. 4. Nerv Psalm Traktat a. 4.
Aspekt Granat Konsul-n Orion-en Kubin Tribun a. 1.
Diamant Impost l.emur Praefekt Thron
4. Die 13 S.
Breve Drama-men Insekt Kleinod-ieu Paradigma Pronom
Dogma Epc!;-Epen Interesse Memoire Petrefakt Statut Verb.

Fremdwörter.
1. Die M. u, S. auf er, el. Z.B.Titel.
2, Die Personennamen auf: aner,
iiier. z. B. Dominikaner; aber
Charakter PI. Charaktere.
Fremdwörter. !
Hospital, Kamisol a. 4, Kapital,!
Regiment, Spital.
Alle mit Umlaut.
DEKLINATION DER EIGENNAMEN.
Fremdwörter.
1. Die Personennamen auf: äL ün. än, an. vr, är. evr. ier dr.
z. B. General, Kastellan, Kapitän, Patron, Notar, Emissär, Spediteur,
Offizier, Major.
2. Die meisten M. u. S. Sach- u. Tiernamen, besonders AVw. auf:
id,7l (Ausnahmen 5. Dk.) gramm. em. öm. än, är. ier, as
(asz) US, (lt. et et. alt, it, ol ut (Ausnahmen 5. Dk.) iv.
Akt Fidibus-usse Klima-ate
A. Personennamen I. Im Singular.
Ohne Artikel.
1. M. u. AV. bekommen im G. s. : Karls, Annas, Goethes, Schillers
2. Aber 1»., W auf e ; — 2". M auf s, sz, sch, x, z,tz-, — 3". einige
fremde auf n«, es, — 4". die gekürzten auf z erhalten eus; — oder
5;i. der Sclilnszkons. wird apostroj)hirt; — oder üo. (namentlich
bei fremden) der Art. oder eine Praepos. gesetzt. ,
Z- B. 1". Mathilde(ns ', — 2». Hans(ens), Schulz(ens), Franz(eiis), _ j
.-i". Aeneens, Ulyssens, — 4". Horaz(ens), — 5o. Beuedix' Lust- '
spiele, — Ii», die Heere de.s Xerxes, — Märchen von Musaeus. i
3. Die Klas.s)ker bildeten von allen 31. u. von W.iif» otoii^ ^hat. n. (
Akk. auf n, en-, was .jetzt veraltet ist. z. B. Sage es Fräizeu!
Kufe Felixen, Marien! |
4. A'on m e h r e r e n Namen für eine Person flektiert nur der |
letzte: z. B. Jean Paul Friedrich Richters A\^erke. |
ö. Bei AV. Eigennamen ist in diesem Falle der Art. oder eine Praep.
vor den Geschlechtsnamen zu setzen :
■/.. B. Das Lehen der Maria Stuart; Gedichte von Luise Brachuiann.
b. M i t dem Artikel.
Mit dem Art. flektieren Eigennamen nicht; auszer lo.wenn sie
als M. Gattungsnamen gebraucht, oder 2". mit einem Adjekt. verbunden,
dem regierenden AVorte vorangesetzt werden.
z. B. des I.udwig, — 1". die Reden des Ciceros unserer Zeit, — ;
2"'. des groszen Friedrichs Thaten; — aber: die Thaten des groszou
Friedrich. ■
Bajonett
Diadem
Diplom
,, Dokument
le nicht eingebürgerten fremden Namen bleiben entweder - Fabrikat
. unverändert, — oder 2". sie nehmen e an, — oder 3o. sie i Fagott
II. Im Plural. (Nie Umlaut)
die Diminut.
nicht : Die Herder,
1. Die M. auf: e.', em, en, er, a, e, i, o, y
gehen nach der 2n Dk., veränderen also
Händel, Goethe, Hugo, Hölty, Hannchen.
•2. Alle übrigen, auch fremde auf: am, on gehen nach der 4n Dk-
bekommen e; die auf: o, io aber ne, neu. z. B. Die Karle,
Hanse, — Abrahame, Melanchtone, — Ottone, Scipioneu.
3. Im Dat. PI. bekommen alle ein nz. B. den Lessingen.
4. Die AV. erhalten 1". n- — 2". die auf a, i, y ein s- — 30. (Jie
konsonantisch u. betont auslautenden ein e. z. B. 1». die Marien,
Mathilden — 2o. die Annas, Catalanis, Fannys, — 3". die Adel-
heide, Elisabethe.
5. Die
In
behalten den fremden PL, —■ oder 4°. sie nehmen s an, — oder
5". se, wenn sie auf as, es, us auslauten, z. B. 1". Die Xerxes,
Noah, — 2". die Homere, Virgile, — 3». die Oapuletti, Mon-
tecchi, — 4". die Tasso's, Newtons, — 5". die ludasse, Herculesse,
Brutusse.
0. Die Volkssprache bildet von Familiennamen einen PI., auf s,
zur Bezeichnung' lo. von li^ainilieng^liederit oder Personen
2;>i'iclv(Mi Namens, z. B. l". Sind Sie bei Mozarts geVescn ? 2(i. Die
Humboldts lassen grüszen, 3». Die Miedemas sind zalilreicli inl
dieser Stadt. ^
7. Die auf: s, sz, sch, x, z, müssen apostrophirt werden.
z. B. Die Jacobs', Strausz', Herz'.
8. Einige Gattungsnamen werden in der Umgangssprache wie Eigen-
namen gebraucht u. erhalten im Gen. ein s, im Dat. u. Akk. ein
n: z. B. auf Mutters Schosz; ich werde es Muttern sagen; Vätern zu
Liebe.
9. AVenu ein Titel oder ein anderes ähnliches Bestimmungswort
ohne Artikel vor dem Namen stellt, so wird nur der Name,
wenn mit dem A r t i k e 1, so wird blosz der Titel flektiert.
Herr flektirt immer, aber die Regel bleibt.
z. B. Kaiser Ottos Grabmal — des Kaisers Otto Grabmal.
Herrn Müllers Besuch — des Herrn Müller Besuch.
ß. Orts- und Ländernamen.
1. Sie erhalten im Gen. s-, z. B.: Leeiiwardens Lage. ;l
2. AVenn sie aber auf: s, x, z auslauten, so werden sie entweder;!
lo. mit einem Genieinnanien in Apposit. gesetzt, oder 2o. es '
W'ird, was bei Ländernamen aller Endungen vorzuziehen ist, die
Praep. von gebraucht. ![
z. B. Die Lage der Stadt Mainz —■ Der König von Spanien. 1
Atlas-asse,anteGenetiv
Attribut Horizont
Orkan System
Kontrast Palatin Tabak
Krokodil Pasquill Teleskop
Honorar Lazaret Passport Triumph
Ideal Magnet Phantom Vulkan
Instinkt Metall Rebus-usse A'ampyr
Institut Objekt Recept
Kameel Ocean Resultat
Kamisol a. 3. Omnibus-usse Signal
Umlaut
Plural auf S.
1. Bei substantivisch gebrauchten Partikeln und Buchstabeunamen.
z. B. Die A's und O's, — die AVenns u. die Abers.
2. Bei vokalisch auslautenden AVörtern.
Agio Czakko Intermezzo Kolibri Phlegma Solo A''irago
Allegro Duo Incognito Motto Porto Tempo Zebra
Andante Echo Kakadu Mufti Reçu Trio
Bajazzo Etui Kargo Papa Reseda Tutti
Casino Fresko Komma Pascha Saldo Ultra
3. Bei einigen, besonders franz. u. engl. AA'örtern, welche die fremde
Form u. Betonung behalten.
Nur: Abt Bischoff + General ±Korporal Pallast Probst
—Admiral Chor Kanal Marsch Papst Vogt
Altar Choral Kaplan Marschall Pas?.
Ba.sz ± Frack ± Kardinal Morast +Plan
SUBSTANTIVE
versckiedener Pluralform u. verscMedener Bedeutung.
Ballon a. 4. Dollar Kompagnon Pairs Rostbeef
Banquier Dolman Kotillon Parapluie Salon
Hassin Eskadron Kolon Parvenu Shawl
Beefsteak Fiaker Lord Plaid Sherif
Bill Fonds Lady-ies Pudding Sujet
Bonmot Genie Maire Paletot Tambour
Bulletin Gig Medaillon Portrait a. 4. Toupet
Charletau Hôtel Alylord Rail Trikot.
Chef Klubb Nabob Relief Vauxhall
Bänder: Hals-Strumpfbänder
Bande: des Bluts, Fesseln
Bänke: zum Sitzen
Banken: Geldanstalteii
Bauern : Landleute
Bauer: Orgel-AVagenbauer
Bogen : Briefbogen
Bögen : Triumphbögen
Länder : einzeln
Laude : als Ganzes ; a. erhab.
Mähler-ale | letzteres edler, im-
Mäler-ale j mer: Merkmale
Machte, aber; Voll-Ohninachten
Männer: männl. Personen
Mannen: Lehnsleute
i Menschen: Leute
c.
Eigennamen von Flüssen, Seen, Bergen, Gebirgen, AVinden, von M.
u. W. Ländernamen werden ganz wie Gemeinnanien flektiert.
Denbnäler-ale, letzteres erhabener j Menscher: verächtl.AVeibspersonen
Dinger: Kleinigkeiten -- - -- . .
Dinge : Sachen
I Dorne-en: Dorngewächse
\ Donier : Leichdörner, Spitzen
Drucke : eines Buches
j Drücke: Ab-Eindrücke
Fäden: Dräthe
(Faden: als Masz
l Füchse: Vossen
j Fuchsen: Vos[paarden]
I Füsze: Körjjertheile
i Fusze : als Masz
Geschlechter-e, letzteres erhab.
Gesichter: Antlitze
i Monde: Nebenplaneten
j Monden: Monate
Mütter, aber: Perlmutter-n,
Schraubniuttern.
Nächte aber: AVeihnachten
I Örter : Ortschaften, Dörfer
I Orte: Gegenden
I Säue : zahme 1 „1
»Sauen: wilde j
i Schnüre : Schwiegertöchter
( Schnuren-üre: Fäden
1 Sträusze-er : Blunienbusch ;
harter Kampf
NUR
im Plural gebräucklich.
1. Dil- Namen einiger Feste:
fasten Ferien Ostern Pfingsten Weihnachten.
Die 3 letzten auch als Sing, gebraucht: z. B. Ostern ist vorüber.
2. D''^ K,rankheitsbenennungen:
lUattern, Masern, Kötheln
3. Gebirge:
Alpen Ardennen Karpaten Tauern
Appeninen Argoimen Sudeten Vogesen
4. Folgende:
Ahnen Gebrüder Hosen Molken Ränke
Beinkleider Geschwister Kaidaunen Nisse Traber
PriefschaftenGefälle Kosten Nüstern Trümmer
Einkünfte Gliedmaszen Kriegsläufte Schliche Zeitläufte
Eltern Hefen Leute Sportein
Fremdwörter.
NUR im Plural gebräucWicli.
' Strausze-en
Thäler-ale :
Lauf]vögel
etzteres erhab.
Gesichte: Erscheinungen
Gewänder-, ande, letzteres erhab. i Tücher : Halstücher
Hölzer : einzeln | Tuche : Tucharten, [lakens]
Holze : Holzarten AA'örter : A'okabeln
Horner : einzeln i AVorte : das Gesprochene, Rede
Hörne : Hornarten I Zölle : Abgaben
Läden : Kauf[läden] ( Zolle ; als Masz.
Laden : Fenster[ladeu]
Lichter: Flammen
Lichte: Kerzen
Aspekten Kuralien Moneten
Auspiciën Katakomben Naturalien
Effekten Laren Obsequien
Efriualien Manen Penaten
Sonoratioren Meniorabilien Propj-läen
Jnsignien Mobilien Subsidien
ütensilieu
A'egatabilieu
A'iktualien
Leeuwarden, A. MEIJER.
Dorde druk.