Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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rebltd) aber fdjuchtern; lief babon, menn frembe Seute tarnen, mußte
ni^t, mo mit ben Stugen ^iutaufen, menn mich ein frembcr aniebete,
unb menn ich enbti^ gar einem grauenjimmer freunbtich unb artig
begegnen fottte, ftanb ich fteif unb ftumm ba. ®enug, maS man §öf=
tid|feit unb feine Sitte nennt, gehört jum Seben unb SebenSgtüd, fo
gut mie ©rot unb Srbäbfet unb ein @ta8 SBein. aSiete unfrer jungen
Herren haben'S in biefer fiunft audh "od; nicht meit gebradjt, mie ich
merte. SWandher, menn er in 'Sefettfdjaft tommt, meiß nidht, mohin er
mit ben Strmen nnb Seinen fott, unb man ficht'« ihm an, er hätte fie
tieber baheimgetaffen. SKandjer meiß ni^t, mo er bie ^änbe einquar»
tieren fott; batb ftedt er fie in bie 2Befte, batb gar in bie ^ofe, batb
tragt er fich bamit jur Stbme^fetung im 9Jaden. bitte bi^ baher,
meine ©ef^ichte unb mein Ungtüd für anbere befanntjuma^en; benn
manche« böfe Schidfat habe idh mir burch meine Unbehotfenheit juge»
jogen.
Sobatb meine Safe Sparhafen geftorben unb idh, at« ihr einziger
@rbe, äiemti^ bermögenb gemorben mar, mottte mon mir in meinem
breißigften 3ahre ein äJfäbdjen jur grau geben, ba« fdjön mar, hau«-
mirttid), tngenbhaft, freunbtich uno bermögenb. 3ungfer Särbeti gefiet
mir; bie Sache foHte in 9?i^tigteit gebraut merben; i^ fotlte 3ungfcr
©örbeti näher tennen ternen; ich marb bon ihrem Setter ju @aft ge=
taben, mo id) fic finben fottte. 3d) ging ni^t gern in große ©efettfchaft,
meit i^ burd) übte ©rjiehung fd)cu unb fchüchtern mar. Stber ma« tt)ut
man nidht einer 3ungfer Särbcti ju ©cfaüen! 3dh fteibete midh in
fonntägtid)e gcierttcibcr: meiße feibne Strümpfe, ein neuer §aarbeutct,
ein apfetgruner 9?od mit ^ertmuttcrtnöpfen — genug, i^ mar jierlid)
mie ein Sräutigam. Sit« ich aber bor ba« |)au« be« Setter« fam,
tlopfte mir ba« §crj cor Stngft, at« hätte ich eine S(^micbe in
meiner Sruft. „SBenn nur feine große ©efettfchaft ba ift!" bachte id).
„aiBcnn'8 nur erft borbei märe!" traf idh ben §errn
Setter allein. Sr fchrieb nodh eine 9ted)nung in feiner Stube. „3hr
fommt jicmlidh fpät, §crr Stolprian!" fogte er. 3^ modhte jmonjig
Krogfüße lint« unb red)t«, tad)te bor Stngft, um frcunblidh ouSäufchen,