Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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eignen Seuten bnbei, bie im §au8 Seridjt imb ©etegen^eit mußten;
unb bamit fie i^t äSefen ungeftört unb unbefdjneen treiben
founten, fingen fie ben ©efpenfterÖrmen an, unb mer in baS §auS
fam, murbe fo in ©chreden gefegt, baß er jum jmeiten ©tat nimmer
fam. Slber jegt fanb ber bermegne 9?eifenbe erft Urfadje, feine Unbor=
fid)tigfeit ju bereuen, unb baß er ben SorfteÜungen be« 2Birt« im
Dorfe fein ©e^ör gegeben h«tte. Denn er murbe burc^ ein enge« ?od)
hinein in ein anbre« finftre« ©e^alt gefdroben, unb hörte mohl, mie
fic Srieg«geri^t über ihn hiet^en unb fagten: „@8 mirb ba« be|te
fein, menn mir ihn umbringen." Slber einer fagte nodh: „Sßir müffen
ihn änevft berhören, mer er ift unb mie er heißt unb mo er fidh
fdhreibt." 2l(« fie aber hörten, baß er ein bornehmer §err fei unbnadh
Scipenhagen jum Äönig reife, fahen fie einanber mit großen Slugen an,
unb nachbem er mieber in bem finftern ©elaß mar, fagten fie: „3egt
fte()t bie ©arhe fchümm. Denn menn er bermißt mirb unb e« fommt
buvth ben SSirt herau«, baß er in« ©dhfoß gegangen ift unb ift nimmer
hevauSgefommen, fo fommen über 5)?atht bie §ufaren, heben un« au«,
unb ber §anf ift bie« Sahr moht geraten,, baß ein ©trief jum Renten
nicht biet foftet." Sttfo fünbigten fie bem ©efangnen Karbon an, menn
er ihnen einen @ib abtegte, baß er nicht« berraten motte, unb brohten,
baß fie in Kopenhagen mottten auf ihn Sldhtung geben taffen, unb er
mußte ihnen auf ben @ib hin fagen, mo er mohne. (är fagte: „hieben
bein mitben SMann tinfer §anb in bem großen §au« mit grünen Säben."
Danadh f^enften fie ihm SSurgunbermein ein jum ÜJJorgentrunf, unb
er fchaute ihnen ju, mie fte 9tößtein«thaler prägten bi« an ben SJJorgen.
Stt« aber ber Sag burdh bie Settertödher hinabfchien, unb auf ber
©traße bie ©eißetn fnatlten, unb ber Kuhhirt hurnte, nahm ber grembe
^bfchieb bon ben nächtti^en ©efetlen, bebanfte fi^ für bie gute Se»
mirtung unb ging mit frohem äRitte mieber in ba« 2Birt«hau8, ohne
baran ju benfen, baß er feine Uhr unb feine Soba{«preife unb bie
^iftoten habe tiegen taffen. Der 2Birt fagte: „©ottlob, baß idh ®ndh
wieber fehe, idh habe bie ganje nidjt fdjtafen fönnen. SBie ift e«
(2udh gegangen?" ?tber ber 9teifcnbe ba^te: ©n @ib ift ein @ib, unb