Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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er am fpäten 3)[6enb in einen gietfen, mo nic^t meit bat)on auf
einer änf)öhe ein faubreê ©^lößlein ftanb, unb miü übernadjt bleiben,
®er aBirt fagt, er habe feinen ^piag me^r für i^n, eS merbe morgen
einer gerietet, unb feien f(|on brei Scharfrichter bei i^m übernadjt.
So ermibert ber §err: „3ch «iH benn bort in ba« Sdhlößfein gehen.
®er 93aron, ober mem eê angehört, mirb mich fi^on hineintaffen unb
ein leere« SSett für midj haben." ®er SBirt fagt: „Wand) fchöne«
Sett mit feibenen Umhängen fteht aufgefd)fagen in ben hohen ®emo»
djern, unb bie S^füffel hab' i^h in S3ermahruug. 2lber ich miß e« @udh
ni^t raten. S)er gnäbige §err ift fchon bor einem ÏJiertetjahr mit feiner
grau unb mit bem Runter auf eine meite 9ïeife gejogen, unb feit ber
3eit müten im Schtößtein bie ©efpenfter. ®er Schtoßbogt unb ba«
@efinbe fonnten nimmer bleiben, unb mer feitbem in baë Sdjtößtein
gefommen ift, ber geht jum jmeiten Wa( nimmer hinein." Darüber
lächeft ber frembe §err, benn er mar ein herzhafter Wann, ber nichts
auf bie ©efpenfter hielt, unb fagt: Qch miü'S berfudien. Srog aïïer
SBiberrebe mußte ihm ber SSirt ben Sd)Iüffel geben, unb nadhbew er
fich tnit bem ??ötigen ju einem ©efpenfterbefuch berfehen hatte, ging er
mit bem SSebienten, ben er bei fich hatte, in baS Schloß. -Sm Schloß
tteibete er fich nicht auS, moöte auch ni^t f^tafeu, fonbern abmarteu,
maS gefchähe. bem (Snbe fteüte er jmei brenneube Si^te auf ben
Sifd), (egte ein paar gelabne ^iftolen baneben, nahm jum ^eitbertreib
ben rheinlänbifchen ^auSfreunb, ber in ©olbpapier eingebunben an einem
roten feibnen Sänbelein unter bem Spiegelrahmen hing, unb befdhaute
bie fdjönen Silber. Sange moHte fidh nidhtS fpüren laffen. Iber alS bie
Witternacht im Kir(^turm fich rührte unb bie ©lodfe jmötf fchïug, eine
©emittermoHe jog über baS Sdhtoß meg, unb bie großen Siegentropfen
fdhtugen an bie genfter, ba ftopfte eS breimat ftarf an bie Shnre,
unb eine fürdhterti^e ©eftatt mit f^marjen fdhietenben Sïugen, mit einer
hatbettentangen ÏÏJafe, ftetfdjenben gähnen unb einem 33octSbart, jottig
am ganjen Seib, trat in baS ©ema^ unb brummte mit fürchtertidher
Stimme: „3dh bin ber ©roßherr WephiftopheteS. ÏSiflfommen in meinem
^ataft! unb habt 3hr audh Stbfdhieb genommen oon grau unb Kinb?"