Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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ÏDÏÏ nun auê unê «erben, ba unfre legte §abe alfo bahtufä^rt in ben
bittern ïob ? ®ie id) öerfoufen; mir fatten für baê
gelofte @eïb marme SBinterffeiber unb einen fdjönen Kartoffetoorrat
gehabt; jegt ift atleê ba^in. baê ©i^idfal miü unê ganj unb gar
JU ©runbe ritsten ! Stc^, ic^ armeê SBeib! SCBaê mirb ber §anê fagen,
roie mirb er toben unb mic^ prügetn in bem ©ïauben, ii^ ^tte bie
Siere t)ernadh(öffigt! D fomm', ïob, bu ïljrann, befreie mit^ auê bie=
fem 3ammertf)ate, ba bu mir bod) aüeê geraubt ^aft — aüeê —
oüeê !" — ©ie ftugte, fte bai^te on i^re Kinber, bie frifd^ ««b gefunb
maren, unb fing an, fic^ if)reê Kleinmutes ju fd^ämen. ©ie bat bem
lieben ®ott i^re Säfterung ab unb bef^loß, i^r aüerbingê grogeê Un»
glütï JU ertragen.
©ie ftanb auf, unb im ïïufffehen bemerfte fte ju i^ren güßen etroaS
©fönjenbeê; fie bücfte ftd^, ^ob eê auf — unb roer befd^reibt ihr
©rflaunen! — eê roar ein fd^öner, blanter Sïanbbnfaten. ©ie rooDte
erft i^ren Singen nic^t trauen; aber roie rourbe i^r boÜenbê, alê fte,
juföHig ber Krippe na^enb, biefe biê jur §älfte ebenfaÜê mit SRanbbu»
faten angefüüt fanb ! ®a ging i^r plöglic^ ein Sid^t auf. „aïübejo^l,"
rief fte meinenb unb lachenb öor Sntjüdfen, „SRübeja^l, bu ^erjenê»
guter ®eift, baê fjaft bu getljan! §alIo, nun merf' id^, moran meine
3idfel geftorben ftnb !" 9ïafdh lief fte inê §auê, ^olte ein 3Keffer unb
f^nitt ber 3iege unb ben 3ideld)en bie Säud^e auf, unb ri^tig,
in ben Wagen ber Siere fanben fid^ noc^ eine Wenge ©ufaten! gê
mochten in aüem mo^t an bie jtueitaufenb fein, gê märe öergebtiche
Wü^e, i^re greube befc|reiben ju rooÜen; jeber arme Seufel, ber
einmal fo glüdflid) mar, 20C0 ®ufaten ju finben, roirb fte ft^ öor^^
fteüen fönnen.
9?ßd)bem aber bie erfte greube öorüber mar, bebad^te fte, maê il)r
Wann baju fagen mürbe, unb friegte einen fleinen ©d^tedE. gê ift
nämlid) ju fagen, baß |)anê jroar ein ^erjenêguter Kerl roar, aber eine
gute ober bielme^r eine f^limme ïïJeigung jur ©parfamfeit ^atte, bie
in ber ÏJafte befcl)en, mie ein bißd)en fe^r öiel @eij auêfa^. Siefe fc^loß
fel^r »0^1, baß, roenn er baê öerführerifc^c @oIb in bie §änbc befäme.