Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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fd^enft ihm einen ^meiSägner ju Semmel!" — SBirb nidhts gef^enft!"
brummte SRübejal;;. — „Sludh gut!" tad^te ba« SlBcib. — „Iber ben
^orb merbet Sh«: mir boch auftaben helfen?" — „O ja!" rief 9tübe=
■^l jahl unb half ihr ben Sorb auftaben. ®a8 32eib banlte freunblich,
nahm ben tteinen Schreier auf ben 3Irm unb fchleppte fich fo, ein froh'
I tidhe« Siebtein trötternb, ben Serg hinab, mährenb bie beiben citteften
fte umfprangen. ^Jübejahl blicfte ihr mohfgefäÜig nadh unb (ädhefte öor
fich hin : „<So!Ift an mi^ beuten unb bein HauStljrann audh!"
®a8 2ßeibtein manberte munter, menn auch (angfam, in« ®orf
Ihinab; aber je meiter fte manberte, befto fdjmerer mürbe ihre Saft.
„3dh muß ben Sorb moht ju feft gepacft haben!" fpradj fie, fegte
ihn ab unb marf faft bie Hätfte Saub ab. 2lber taum, ba§ fte breißig
(Sdhritte gegangen mar, fühtte fte ftdj mieber faft ju ©oben gejogen
t)on ber Saft. „©," rief fte, „ma« ift benn ba« ? Sft mir ber Sorb
bo^ nie fo fchmer gemefen; am Snbe hat ber Sd^etm Shibejaht ftdh
einen <Spaß mit mir gemacht unb mir ein paar Steine in ben Sorb
Vrattijiert." Damit fegte fte ben Sorb abermat« ab unb teerte ihn nott=
ftönbig au«, bie Steine ju fud^en; aber meber Steine, noch fonft irgenb
etma« anbre« at« fchöne«, bürre« Saub mar barin ju finben. Sopffchiit=
tetnb pacfte fie e« mieber in ben Sorb, tub ihn oon neuemi auf unb
banfte ®ott, at« fie enbtidh mühfam ihr Häu«dhen erreid^te. Sie tegte
l)en Säugting in bie SBiege, fchüttette ihrem Hau«fdhagc, einer muntern
3iege unb brei jungen ^icttein, ba« gefammette Saub Bor unb bereitete
bann fich i^ren Steinen fetber ba« 2JJittag«brot, ba« olten öortreff=
ti^ fdhmecfte.
Sit« ba« 5Kittag«mahl oorbei mar, ging fie mieber in ben Statt,
um bie alte ^iege Ju melEen; aber, o §immet! löa« mußten ihre
^ugen erblicten ? Die alte ^iege lag am S3oben, ftrecfte alte öiere öon
fich unb mar maufetot, ebenfo jmei ^i^itein, unb ba« britte mäljte fi4,
«benfall« mürgenb unb bie 3tugen öerbrehenb, fterbenb herum. Sprad^to«
ftarrte ba« arme SBeib einige Slugenblicfe, bann aber fiel fte neben ber
alten 3iege hin unb erfüllte bie Suft mit ihrem Staggef^rei. „2ldh, bu
gütiger ^immel," meinte fte, „haft bu mich benn ganj öerlaffen ? SEBa«

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