Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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Heine ©(^reih: ba gefällt mir! ®ib i^n mir, baß ic^ i^n an SinbeS ©tatt
annehme, unb it^ gebe bir fo biele btanfe S^aler, baß bu jeitleben§
mit ollen beinen übrigen Suben genug boron hoben foÜft!" — „®elt,"
ladete boS SBeib, „gett, ber 3unge gefäCt gu^! ^o^a, bog gloub' id^!
2Bo fänbe man oud^ meit unb breit fo einen he^äigen ©d^etm? ©d^aut
nur einmol, mie ber tieine Sligfert jegt bafigt unb unS ontotljt unbfo
artig ift! Sr meiß re^t gut, baß mir bon it)m fpre^en. 9fein, §err
Serggeift, ben Hungen bctommt 3hr nid^t unb menn Stjr mir (äuer
gonje« ®etb fd^enttet!"
9?übejaht hotte feine greube on ber guten Sl'futter; ober fidh berftet'
tenb, fpradh er: „33i|t bu nid^t eine grjthöiin? ®u fottteft ®ott ban»
fen, boß id) bich an« otter 9lot reißen, bir bie ©orge megen bc8 fteinen
©dhtingetS ba abnehmen unb einen tü^tigen Sert ouS ihm jiehen mill.
©tott beffen tehnft bu meinen SSorf^tag ob unb beharrft auf beinem
bummen Sopfe, bich noch länger mit bem Sungen ju plagen. 9[)?ad)en
bir bie anbern nicht fdhon ©orgen unb 9?ot genug, fie nur fott ju
mo^en?" — „SBoht mohr!" berfegte ba« SBeib; „ober eine 2)?utter
forgt tieber für ihre Steinen, al« boß fie fich "hne jie freuen tonnte.
D §err, 3hi-' ^'ßt '"o« eine SKutter empfinbet, menn ihre Sin»
ber fie froh umfpringen! ÜDo mirb alte Strbeit breimal fo tei^t. 2lrm
finb mir, fehr arm, bo« ift mahr, ober gottlob! audh gefunb. 3ch bin
fleißig unb mein SKonn oudh; er rührt bie §änbe mader, ba« fühl' id)
oft felbft."
„Sie," fdhrie 9?ubeäaht empört, „ber Unmenfdh bergreift ftdh an
bir? ©in folche« 2Beib, eine fotdhe iJKutter — hei, bo mill i4 ihm !"
— „92idht« thun!" fiel bie grau ihm in« äBort. „Sh"t ihm nicht«!
3)enn er thnt nur, mo« mondhe anbre SJfänner thun, unb ich
monchmot audh ein SoUtopf unb bergetf« ihm bur^ äJfouten." —
„SBo« ift bein 2«onn ?" fragte 9iübejahl. „SBinter«," beriditete bo«
SBeib, arbeitet er ju §oufe; fommer« ober betreibt er einen tleinen
®la«hanbel unb läuft be«hatb noch Söhmen hinüber unb herüber.
®taubt mir'«, §err, er muß ftdh tuoder plagen! ^^un lebt moht, e«
mirb botb ü)?ittag! SBotlt Öhr meinem Steinen eine @üle thun, fo
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