Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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[törcn unb fte ju belauften, ©id^t bei i^m fegte baS SEBeib ben Korb
nieber, nahm ben {[einen Hungen herauf fegte t^n inê raeid^e ®raê,
bebentete bie beiben altern mit i^m ju fpieten, unb fammelte bann baS
biirre Saub, momit ber SSßalbboben reidjlid^ bebedt mar, in i^ren Korb.
SBä^renb fie aber nun emfig fammelte, (maê greunb Siübejahl mit
SEeilna^me beoba^tete), begann ber fleine Korbinfaffe im ®rafe einen
gemaltigen ©peltalel ju mad^en mit ©trampeln unb ©d^reien. 2)ie
üJfutter ließ ben Korb fteljen, eilte ju i^m, fud^te il)n 5U beruhigen unb
braute i^m SSalbbeeren. 2lber ber 3unge mar ein SoHfopf; je me^r
i^rt bie ÜRutter ^ätf^elte, befto ärger fd^rie unb ftrampelte er unb
fließ boshaft bie i^m bargereidjten Seeren meg. darüber öerlor baS
geplagte 2Beib enbltc^ bie ©ebulb, unb um ben fleinen, ungejognen
©Klingel gu fi^reden, rief fte mit lauter ©timme in ben SBalb: „§e,
9iübejal)l, fomm, unb friß biefen ©d^reier!" ?lugenbticf8 ftanb aiübejaljt
ftdl)tbar a|g Köhler Oor i^r imb fprac^: „§ier bin i^! SÖBo ift ber
©d^reier?" — 3)a8 ffieib mar »or ©^recf faft beS 2obeS, alêfieben
®eift erblicfte. ®od) faßte fie fi^ unb »erfegte: „^ab' ®ant fürbeine
SDïühe! mollte nur beu Kleinen jum ©djmeigen bringen.
ift fdjon gut fo!" — „§0^0!" — la^te 9tübejahl — „Ho!3Beißt
bu nidjt, baß niemanb mic^ ungeftraft bei meinem ©pottnamen rufen
bnrf? ®u haft mi^ gerufen, ben 3ungen ju freffen," unb langte mit
feiner rußigen §anb nad^ bem Kleinen, älber roie eine grimmige äBölfin,
ber man i^r 3unge8 rauben roill, roarf fich it)"" baê SBeib entgegen,
padfte iljn beim Sarte unb fdjrie: „®rft mußt bu nüd) ermürgen, bu
Unholb, ehe bu ^anb an mein Kinb legft!"
9Jübejahl, ber fi^ einer fo tapfern ®egenroehr nicht »erfehen hatte,
prallte jurücf unb brummte: „^Jïun, nun, bu bummeS ®ing, ma»
gebärbeft bu bi^ fo grimmig? mar ja nur ©paß, ober miKft bu
feinen »erftehen unb forberft eê »on mir? ©ei ruhig! 3dh bin fein
Kinberfreffer unb roerb' e8 aud) nimmer merben." — „®ag ift ein
anbre«!" fprad) baê 2Beib lädhelnb unb tief Sltem hotenb. „Slber un=
barmherjig ift'ê, mit einer SWutter fo ju fpaßen." — „i)Ja, e§ mirb
bir nicht gleich ben §olê foften," entgegnete 9tübejahl. „Slber höre, ber