Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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eben in ber ©tiüe ausrechnete, raaS er an feiner SaumnjoHe gewinnen
fönnte, wenn ber Sentner um 10 ©ulben auffällige, ergriff i^n fachte
am SKantel, unb bat ihn treuherzig um Sntfchulbigung „3)aS muß mohl auch
ein guter greunb öon Such gemefen fein", fagte er, „bem baS @löd=
lein läutet, baß 3hr fo betrübt unb nactjbenflich mitgeht." Kannitöer»
jïan! mar bie 9Intmort. ®a fielen unferm guten ®eutf^en ein paar
große Shi-'änen auS ben Slugen, unb eS warb ihm auf einmal fdhmer
unb mieber leicht umS ^erj. Slrmer Kannitöerftan, rief er auS, maS
haft bu nun öon adem beinem Üleichtum ? SBaS ich einft öon meiner
3lrmut auch befomme: ein ïotentleib unb ein Seintu^, unb öon aüen
beinen frönen Slumen öieHeicht einen 9toSmarin auf bie falte 53ruft,
ober eine [Raute. 3J?it biefen ©ebanten begleitete er bie Sei^e, als
menn er baju gehörte, bis anS ®rab, fah ben öermeinten |)errn Kau»
nitöerftan htnat'fenfen in feine SRuheftätte unb marb öon ber hoDänbi»
fchen Seidhenprebigt, öon ber er fein Söort öerftanb, mehr gerührt, alS
öon mancher beutfdhen, auf bie er nicht a^tgab. ßnbli^ ging er leichten
.gerjenS mit ben anbern mieber fort, öerjehrte in einer Verberge, mo
man ®eutfdh öerftanb, mit gutem Sfppetit ein ®tücf Simburger Käfe,
unb menn eS ihm mieber einmal fchmer fallen moHte, baß fo öiele Seute
in ber SBelt fo reid) feien unb er fo arm, fo badhte er nur an ben
.gerrn Kannitöerftan in Slmfterbam, an fein großes $auS, an fein
reidheS Sdhiff unb an fein engeS @rab.
42. Sei' öefjeiUe Patient.
^Reiche Seute hi6en tro§ ihrer gelben Sögel bo^ manchmal auch
allerlei Saften unb Kranfheiten auSjuftehen, öon benen gottlob ber arme
üJïann nichts meiß, benn eS gibt Kranfheiten, bie nidht in ber Suft
ftecfen, fonbern in ben öoHen Sdhüffeln unb ©läfern, unb in ben
weichen ©effeln unb feibnen Setten, mie jener reidje Imfterbammer ein
äßort baöon rebeu fann. ®en ganjen Sormittag faß er im Sehnfeffet
unb raudjte Sabaf, menn er ni^t ju träge mar, ober hatte TOauIaffen
feil jnm ^enfter h'nn"«/ afe «tier jn ÜJJittag bod) wie ein ®refcher,