Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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34. Icbcnbe ^ötenfo^f.
@in Strjt hotte üerjchiebene ©erippc öon toten ÜWenf^en in feinem
Südherjimmer flehen; benn bie Siqte brauchen bergleidjen, um ben menfdh'
li^en Körper recht genau tennen ju lernen. Einmal fanb er auf bem
Kirchhofe, al8 eben ber ^Totengräber ein neueS @rab machte, einen
unbefdjäbigten Soteutopf. ßr nahm ihn mit nadj $aufe unb fteHte iljn
auf ben Sifd) in feiner ©^taftammer. ©eine ^lufrcärterin (er mor
unuerheiratet unb loohnte jur 9)?iete) äußerte ihre Unjufriebenheit barüber.
©ie mußte nämlich jeben SUforgen, iDcnn ber ®ottor nid)t ju §aufe
joar, allein in bie Kammer gehen unb aufräumen. ®aher bat fie ihn, er
mödjte bod) ben gräßtiihen Sotentopf megnehmen unb ihn lieber ju ben
©erippen in bie anbere Kammer bringen, mo fie nicht hintäme. ®er
Hrjt aber hatte f""'" ©djerj mit ihr uub fagte: „Saffe ©ie ben Kopf
nur ruhig ftehen; ©ie hat feine Urfache, fid) »or ihm ju fürchten."
©nige jEage nadjher mar ber ®ottor auggegangen, um einen Kran=
ten JU befudjen. er mieber jurücffam, fah er öor feiner SIBohnung
eine Söfenge SJfenfdjen öerfammelt, bie fich an ^hür unb an ben
genftern umherbrängten unb neugierig hinewäin^ten- tonnte nicht
begreifen, mag eg ba gäbe unb eilte, hinjutommen. Schon »on iceitem
rief ber SBirt, ber in ber Shür ftanb, ihm ju: „§err ®ottor, menn
©ie nicht nodh ben fatalen Üotentopf aug bem §aufe fthaffen,
fo fünbige ich 3hnen fogteich bie SOJiete auf. ®a fehen ©ie nur! ®er
Kopf ift öor ben klugen 3hi-'cr Slufmärterin öon bem Sifche gefprungen
unb geht nun auf bem 33oben ber Kammer umher. ®ag SOMbdjen liegt,
halb tot »or ©^recfen, in meiner ©tube auf bem Sette."
®er Slrjt f(hi»ieg ftiCl, ging ganj getaffen in bie Kammer unb fah
i»irtli^, baß ber Kopf auf bem gußboben hin» unb hei'rotlte. @r be=
tradhtete ihn eine Söeile aufmertfom unb tonnte felbft nidht begreifen,
mie bag juging. Slber auf einmal bemerfte er ein fchmarjeg ©chwänj-
chen, meldheg aug ber einen 3Iugenhöhte heröorftanb. 9Jun nahm er ben
Kopf unb jeigte bem SBirte unb ben ^"i^auern, mag eigenttidh ben
S^otentopf belebt unb bemegt hatte. (Sg raor eine 9{atle hineingetrochcn.