Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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sehe"/ wag ber mir befd^cert, bag rooüen mir brüberlid^ teilen." Der
33auer moüte fich cinfangg nidjt hicrju öerftehen, er meinte, man lönnc
ftch auf bie ^eiligen nicht mehr fo öertaffeu mie früher. Der §ufar
aber fu^te ihm bag augjureben, fagte ihm, ber heilige Sllfong fei fein
befonberer Sdju^heiliger unb berfetbe h'^f'e ihn noch nie in einer 9Jot
ftecten (äffen; er möge bod) nur mitfommen, ein 33erfudh fönne ja
nidht f^aben. Dag hoff enblich ; ber 33auer faßte Hoffnung unb ging
mit. 3llg beibe öor bem fteinernen Silbe einige ^eit getniet hatten,
mährenb meld^er ber §iufar inbrünftig ju beten fd^ien, fagte biefer
plö^fidh JU bem Sauern: „^ofi bu moht gcmcrtt, ber ^eilige hat mit
gcmintt." — St ftanb nun auf, trat an bie Silbföule, hielt fein Dhr
an bie fteinernen Sippen unb fam batb barauf freubig ju feinem Se=
gleitet jurücf. „Dente bir," rief er, „einen ©ulben hat et mit Oer»
ehrt, ber in -meiner eigenen Safd^e ftecfen foCt." hierauf jog er jum
Srftaunen beg Sauern einen ganj rid)tigen ®ulben aug feiner Safd)e
hetüor. „©iehft bu," fogte et ju bem Sauern, „ben teilen mir mit
finonber; nimm nur, bu»fonnft mit nad)het bie ^älfte herouggeben.
Slber nun muß er bir oud) etwog fchenfen, laßt ung gleich "<"1) einmal
beten." Der Sauer mor jufrieben unb betete nun mirllich ernftlidhec
alg borhet. SlHeg ging mie bag erfte SWot, nur boß ber §ufar je^t
Diel fröhlicher jutüdfom. „iJJun fieh einmol," tief et, „bu hältft nidhtg
ouf bie ^eiligen, unb bobei hat er bir hu'tbert ©ulben öerfprodhen,
bie müffen in beinet 3;ofd)e fein." Der Sauer modhte große Slugen
unb foh ben ^uforen öerblüfft an. „9?un fo fei bodh nidjt fo un=
gläubig," oerfe^te ber Ärieggmonn, „loßt ung bodh nodhfehen." ^ier»
mit faßte et ohne Umftönbe nodh ben Saften feineg ©efährten unb
holte beffen hun^iert ©ulben eben fo ficher hetBor, mie et feinen legten
©ulben herouggejogen hatte. Da ber Sauer ben ©ulben beg ^uforen
f^on ongenommen hatte, fo blieb ihm je^t ni^tg meiter übrig, olg
au^ feine Sorf^aft mit bemfelben ju teilen. Untermegg ober fd)rour
et horf) teuer, boß et fi^ nie mehr borauf einloffen motte, mit
einem .Srieggmonne öor bem Silbe eineg ^eiligen jn beten.