Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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fagte ein ®Q§cogner: „bei mir ju Sanbe giebt'8 ganj anbere Sd^oS;
„wenn man ruft: SBie befinben Sie Sid) ? fo ^ört man bie beutli^e
„StntiDort: S^nen oufjuwarten."
20. %m mciltDürbige
3)aS Ift mertraürbig, baß an einem f^Ied^ten SOtenfc^en ber 9?ame
eines e^rlic^en SKanneS gar nid^t ^aftet, unb baß er burd^ folt^en nur
ärger gefc^impft ift.
^raei ÜJtänner faßen in einem benad^barten ®orfe ju gleii^er ^eit
im SBirtg^auS. Slber ber eine Don i^nen ^otte böfen Scumunb wegen
allerlei, unb eS fa^ i^n unb ben 3Iti8 niemanb gern auf feinem §of.
3lber beroeifen bor bem S^ic^ter fonnte mon i^m nichts. SRit bem
befam ber onbere äBirtS^auS, unb im Unmillen, unb meit
er ein ®ia8 SBein ju Biet im Äopfe ^otte, fagte er ju i^m: ®u
fd^Ied^ter ^erl! — ®amit fann einer jufrieben fein, menn er'S ift,
unb brau(^t nic^t me^r. Slber ber mar nic^t jufrteben, moHte uoc^ me^r
haben, fdjimpftc aud; unb »erlangte Seweis. ®a gab ein SBort ba§
anbere, unb eS Ijieß: ®u ©pigbub! ®u ^etbbieb! — ®amit mar er
noch nidjt äufrieben, fonbern ging öor ben SJidjter. ®a mar nun freilid^
berjenige, meld]cr gefchimpft hitte, übel bran. Seugnen moHt' er nic^t,
bemeifen tonnt' er ni^t, meil er für baS, maS er moht mußte, feine
3eugen h^tte^ fonbern er mußte einen ©ulben Strafe erlegen, meil -er
einen ehrlichen SKann Spiljbuben geheißen Ijabe, unb i^m Abbitte t^un,
unb backte bei fic^ fefter: teurer SZßein! Sllä er aber bie Strafe erlegt
hatte, fagte er: „Slffo einen ©ulben foftet eS, geftrenger §err, menn
mon einen ehrli^en SUonn einen Spigbuben nennt? SBaS foftet'S
benn, menn man einmal in ber üSergeßfid^teit ober fonft ju einem Spi^»
buben fogt: (ährlid^er gjtonn!" ®er 9{idhter lächette unb fogte: ®a8
foftet nichts, unb bomit ift niemanb gefchimpft. hierauf menbete fich
ber 33et(agte ju bem Ätäger um, unb fagte: „(SS ift mir leib, ehr»
tidher 5Wann! TOc^tS für ungut, ehrlid)er SDTann! SIbieS, ehrlicher
SÜKann!" Slls ber erbofte ©egner boS höi'tC/ unb mohl merfte, mie eS