Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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©iegfrieb herrfc^te milb unb weife über Sanb unb Seute in bie je^n
Sa^re fc^on. ©einen ((einen ©o^n nannte er ©untrer, njä^renb @un»
tf)er« @rbe ju SBormS ben 9Ja:neu ©iegfrieb erhielt. 2Ib(auf öon
je^n Oa^ren fprad^ einft Srunhi(be jn ©untrer, i^reui ©ema^f, eS fei
both nicht recht, ba§ bie ganje B'it ^er, ©iegfrieb ftdh ""dh nic^t ^ube
fehen (offen, um ihm ju hutbigen, moju er a(8 fein ÜDienftmonn Oer»
pflidbtet fei. ©unther (ödhelte, unb gebodhte beS SetrugS, ben fie 23run»
hi(ben bama(S gefpielt ha'te"/ benahm ober feiner ©emohlin nidht ben
Srrtura; er bo^te, e8 möchte herau^fontmen, morum ©iegfrieb« ©c
genmort bei feiner Sroutmerbung nötig mar. Slber S8runhi(be (ie§ nid^t
noch mit Sitten, ba fonbte ©unther eine Sotfdhoft no^ Xonten unb
(ieß feinen (ieben ©chmager unb feine ©dhmefter ju fidh ben ^of
nad) SSorm« ei:t(aben. ®ie ©elobnen fomen mit greuben, brauten
oudh ben König ©iegmunb mit (©iegefinbe mar untermei(en geftorben)
nebft öie(en ÜJJonnen ber 9tibe(ungen; ben ffeinen ©unther ober (ießen
fte boheim; ahnten bajumo( ni^t, boß ihn feine @(tem nid)t mieberfehen
fönten.
3u SBorm« gab e« feft(idhe Surniere unb Kampffpie(e; bie Stifter
übten fid) im Surghof jeben Sog. 3)o foßen benn bie Königinnen in
greunbfd)oft öereinigt beifommen unb fohen ju. Sine« Soge« rühmte
Kriemhi(be ihren ©emohl ©iegfrieb, wie er bor oßen heröorroge, unb
ber fdhönfte unb topferfte fei. Srunhilbe blieb im Sob ihre« ©emahl«
©unther ni^t jurüd. Slber Kriemhitbe mußte auf ihre Stebe mieber
einen neuen Sorjug ©iegfrieb« h^rforjuheben, morauf ihr Srunhi(be
ermiberte, boß er boch niemot« bem ©unther gtei^fommen fönne, meit er
fein ®ienftmonn, otfo ihm untergeben fei. SBie, fragte Kriemhitbe,
bie öon jener Säufd)ung nid)t« mußte, evftount, ©iegfrieb ein ®ienft»
mann? ©o, gtoubft ®u otfo, boß meine Srüber mi^ einem ®ienft=
monne öermöhtten unb meinft iCu mohl au^, idh, feine Srou, fei ®ir ol«
meiner §errin, untergeben? Slüerbing«, fogte Srunhitbe oerhatte fich
bie ©odhe fo, bo e« ©iegfrieb fetbft gefogt. — 9?un, fogte Kriem=
hitbe, fo mill ich ®ir noth heute Stbenb jur Sefper jeigen, boß ich feine«
Sienftmonne« Srau, fonbern eine Königin bin mie ®u — inbem idh