Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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„Oott!" jammevte fie, „eS ift um mid^ gefchehen — ber König
«erläßt mi^."
3Iuf ber Sreppe jum ©(^toffe flnfen i^re Kniee jufammen; man
trögt fte, man fc^fcppt fte in i^r Schfafjimmer. ©ie erblidt ein Sett
unb tritt jurücf.
„2Beg, meg »on hier," ruft fte, „eS gibt feine SJu^e für bie Un=
glüdü^en! Keine Siu^e mehr für mi(|."
®ie Königin»2Bitme unb ber Prinj griebri^ h®t'en ben König in»
jmifchen nicht oerfaffen. ©ie mußten nur ju mohf, baß, menn biefer
bie Königin nur föhe, fein tünfllidh gereijter 3orn auf fte beibe jurüct»
falfen mürbe. 2Im Worgen mürben bur^ erfanfte Seute Stuftritte unter
ben Singen beS Königs oeranftaftet, metche ihn fomoht jerftreuen, atS
überjeugen foüten, baß baS ©efd^ehne ben SBünfchen be« SBottS ent=
fprödhe. Wittag« tößt man ihn in einem mit a^t meißen Pferben be»
fpannten ©atamagen, in ber ©efeHfihaft feine« ihm tjerhaßten Hatbbru»
ber«, in ber ©tabt umherfahren, gteichfam at« hätte man einen ©ieg
erfodhten, ber ben ©taat gerettet. Wan läßt bie ©locfen tönten, bie
Kirchen öffnen fich, »on ben Kanjeln herab ertönen S3ermünfchungen
gegen bie Übermunbuen unb ®antgebete für bie gtücfliche Seenbigung
ber Steöotution. ®ie 9?acht barauf merben alte ©traßen erleudhtet unb
ber Pöbet ptünbert fechjig ^önfer. 3njmif^en Berteilen bie Häupter
ber fiegenben Partei untereinanber bie 9iegierung al« Beute. 9?angau«
betrödhlliche ©chulben merben bejahlt; ©ulbberg begitügt fich mit bem
Sitet eine« Kabinett«=©efretär«, führt aber bie ^üget be« ©taat« im
atamen be« Prinjen griebrich, feine« Högling«, unb bem ber Königin»
SBitme. ®er Wonardh, für ben man bie« alte« ju thun »ergibt, ift
JU einer gänjti^en Wchtigfeit »erbammt; er unterfchreibt nur noch bie
öorgelegten Orbonnanjen, beren Snhalt er gar nicht fennt.
Wan arbeitete nun mit @ifer an bem Projeß ber ©efangnen. ©ie
mürben »or ein außerorbenttidhe«, größtenteil« au« ihren ©egnern ju=
fammengefegte« ©ericht geftettt. ®a ihr Urteil aber löngft im »orau«
gefprodhen mar, übergehen mit biefe empörenbe Procebur mit Slu«nahme
eine« Puntte«. Stile Stnftagepuntte tragen ba« ©epröge boshafter @rbidh=