Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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Sie Verlegenheit ber Königin=2Bitioe ift unbefi^reiblith, ber ^rtnj
jittert, Oulbberg fättt ba« Sic^t oor gurtht ouS ben §änben. 5Dian
getraut fich mt^t/ bem Kammerbiener ben ©dhlüffel mit ©emalt ju
entreißen, benn ber ÜJfann ift ftart unb entf^Ioffen; man fudht ihn
alfo JU erfthrecfen unb erjählt, ba0 Volt hätte ji^ empört unb motte
in ba« ©^tojj bringen. ®ie Königin unb ber ^^5rinj ftetten fi^ fehr
beforgt um ben SKonorchen. S)er Kammerbiener erfdhrictt felbft unb —
führt bie Königin mit ihrem ©efofge in baS Z^mer be« fdhlafenben
König«.
aOtan reißt bie Vorhänge feine« Sette« mit Ungeftüm auf; er ermaeht
piögli^ unb erfdhricft.
„Um ©otte« mitten, ma« ift? Sa« mottt 3h>: »on mir?" f^hreit
«r auf.
9tongau h^ ba« Sott ju führen oerfprodhen, aber e« muß oon
Köfler mit ©ematt heroorgeftoßen merben.
„(Empörung! Verröterei!" pottert er heran«. „(Eure ÜKajeftöt, ba«
Votf forbert ©erethtigteit gegen ©truenfee, gegen bie Königin 2RathiIbe;
e« mitt Sure SOtajeftät mit ben Saffen in ber §anb baju jmingen.
^ori^'! ©(hon finb bie Slebetten im ©dhtoßhofe."
Juliane SJZarie umarmt ben König unb beftätigt ba« ©efagte. ®er
ißrinj griebrich thut baSfelbe.
„Sin ©ta« Saffer!" äthjt ber König, t)on tßbtidher Angft befatten.
SJadhbem er bie« getrunfen, ruft er mit ängftliiher ©timme: „§etft
mir, ratet mir! Sa« fott i(h thun?"
„®iefe Vefehte unterfchreiben!" herrfeht ihn 9?angau mit Jpeftigfeit
cn; „bann ift mein König, bann ifi fein fönigti(he« §au8, bann ift fein
Votf gerettet!"
Sährenb biefer Sorte breitet er auf bem 9?o^ttif(he be« König« bie
f(hon jur Unterf^rift fertigen Drbre« au«. ®ie oermitmete Königin hält
fdhon bie unfetige geber, au« melier ba« Verberben über bie ©chtadhtopfer
ihrer 9iadhe ftießen fott.
5IKit fattem Stiefe nimmt ber König biefe geber — mit Ungeftüm
mirft er fie meg.