Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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jprcßung öon ben Sovfßüffen, weiße bie Krieggtaffe i^m gemaßt ^otte.
®a8 Stegiment ging anSeinanber. SIber bie 35oIE8maffen in ben Straßen
jubelten, bie Watrofen brüllten in trunlnem Mutwillen; Klagen,
glüße, ®rohungen erfßaÜten. ®er Kommanbant ber Stabt wollte ba«
SSolf beruhigen; er marb öom ^ferbe geriffen unb mit Sßlamm beroor=
fen, feine Offiziere mißhanbelt, einige bermunbet. @nbliß maßte ber
Sinbruß ber 9?aßt bem milben Wärmen ein (Snbe.
®iefer SSorfaH ermutigte bie geinbe ber ^Regierung, benn legiere
hatte gurßt gejeigt, inbem fte ben ÜReutrern i^r 93egehren gewählte
unb feine Unterfußung gegen fie einleitete. ®raf Sfangau, bie ©lüge
ber unjufriebnen Partei, ging fßon fo weit, feine ©läubiger in i^ren
gegen i^n unternommnen SWaßregeln baburß aufjuhalten, baß er ihnen
eine beborftehenbe StaatSumwäljung antünbigte, bie ihn in ben ©taub
fegen merbe, fte ju befriebigen.
Sener bebenfliße Sluftritt hot'c aber auß eine unfelige ©nmirtung
auf ©truenfee« @eift; in feiner 3"berftßt erfßüttert, murbe er immer
unentfßloffner, immer furßtfamer. (Sr fühlte enbliß, mie ohnmäßtig
bie ©ewalt fei, wenn fte ohne bie ©lüge be« öffentlißen ©eifall« fiß
an ®inge wagt, bie ber 9?ation burß ©ewohnheit nun einmal leuer
geworben finb.
(Sr faßte einen (Sntfßluß. 911« er ihn bem Könige mitteilte, maßte
biefer feine (Sntfßeibung abhängig öon berjenigen feiner ©emahlin. SKan
ließ baher Sh^o ÜWajeftät bitten, fiß naß bem Kabinett ihre« ©emahl«
JU berfügen.
®ie hohe grau erfßien, ein 33ilb ber lieblißften Slnmut. Karoline
SKathilbe halle taum ba« jmanjigfte 3ahr überfßritten; fie mar bie
fßönfte grau am Hofe. Shre Haltung jeigte etma« (Sntfßloffne«; in
ben großen blauen Stugen tag ein tiefer melanßotifßer Räuber; reiße«
faftanienbranne« Haar umgab bie ebten unb reinen ^üge.
„©näbigfte Königin," begann ©truenfee, „bie blutigen Sluftritte ber
tegten SBoße, fo manße ftß tunbgebenbe Unjufriebenheit be« SSolt«unb
be« atbet« haben miß ertennen taffen, mie menig iß ba« SBertrauen ju
reßtfertigen öermag, meiße« Shre SWajefiäten in miß fegten."