Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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bemachtigen. 2Bo ifl atfo baS Sott auf metcl)e8 ®u jahtft ? — Dcnte
an ben Kanjter t)on Uhtfetb unb tion ©riffenfetb ! Seibe opferte ber
§of ber 9iadhe i^rer Seinbe. ®aS ift baë ?og, roetchcê au^ Dirbro^t,
unb man mirb 35ir, roenn irgenb mögtich, ben ^rojeß ma^en. ®et
baher menigftenS barauf bebacht, ®eine Rapiere in Orbnung ju hatten."
„©ie ftnb eê," oerfegte ©truenfee tatt unb etmaS jerfireut; „öon
biefer ©eite habe ich nicht« ju befürchten, menn man anbei« geregt
fein roitl."
„aSenn e« nicht ^urCht oor Deinen geinben ift, fo bebrücft Did)
etroa« anbre«," bemertte Sranbt mit einem forfChenben Sticfe in be«
Sreunbe« 2Iuge. „Dein ^erj ift unheilbar trant. Du hegft eine hoff»
nung«tofc Seibenfchaft, Du tiebft — bie Königin!"
„Wein ©Ott!" rief ©truenfee überrafcht unb öerbarg ba«©efidht mit
beiben §onben.
„2ltfo ba«!" fagte Sranbt nach einer naChbenttiChen Paufe, „ba« ift
e«, roa« jegt atl Deine @eiftc«träfte in Infpruch nimmt unb Deinen
fonft fo ttaren ftaatêmannifchen Stief öerbunfett. 3ch fürdhte, biefe ?ei=
•benfehaft roirb Dein Serhängni«. Iber bie« ift nur ein ©runb mehr.
Deinen rafchen ©ang etma« ju mäßigen. Wan muß erft Wittet gegen
bie Aufregung ber ©emüter auêfinbig machen unb auf jebe roeitre
9ïeuerung oerji^ten, bi« man bie in atten Klaffen ber ©efeHf^aft fidh
jeigenbe Unjufriebenheit h"' au«toben taffen. Du fannft ni^t auf ber
©unft be« König« fußen, benn er ift immer bereit, bem na^jugeben,
roetcher ju ihm getaugt, ©o eifrig mir ihn audj bemachen, ich ""b
unfer ergebner greunb, ber Seibarjt Serger; roer bürgt un« bafür, baß
unfre geinbe ni^t bennodh ihn getegenttich überrumpetn? Die Königin
übt JU roenig (Sinftuß auf ihn au«, obfchon fie eifrig beftrebt ift, ihm
ju gefaüen. 3ln Sngtanb hätten mir einen fefien Haft finben fönnen,
aber Du h^ft bem ©efanbten biefer Wad()t bei ^ofe meber ba« 9ln«
fehen, no^ ba« Sertraucn ju öerfchaffen gemußt, ba« feiner ©tetlung
gebührt."
„3ch motlte Dänemarf unabhängig machen öon attem fremben @in=
ftuffe," bemerfte ©truenfee.
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