Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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nodh iegt in italien. ®ie Zimmer finb jo winjig ftein, baß man taum
tier bi« fünf ©fritte machen fann, unb menn nod) îifc^e, ©tü^teunb
©d^ränfe barin ftanben, fo muß man fic^ taum heben umbre^en fönnen.
®ie meiften $öufer haben nur ein Srbgefchoß ober hödhften« ein ©tod»
merf. ÎJÎofh jeÇt fieht man beutlidj bie ÏÏJÎotereien ber ©tuben, meifi
rot, btau ober getb [grün fommt faft nie oor], unb bie ^ompejaner
müffen ou«nehmenb reintidh gemefen fein, benn ba ift auch tein gtedt^en
üu ben SBänben ju fehen, at« menn bcr ©tubenmatcr erft heute fertig
gemorben märe, genfter gehen fetten auf bie ©traßen, fo gut hatten e«
bie grauen unb SJîâbchen bort nidht mie bei un«, baß fie auf bie
©traße fchauen unb ihrer 9?eugier 9îaum geben tonnten, fonbern bie meiften
Zimmer erhielten ihr ganje« Sicht burdh bie h^he Ïhüre, bie atfo immer
offen fein mußte unb auf eine ring«um ben ^of taufenbe ©aterie ging.
3Ba« aber ben Zimmerdhen ein recht nette« Stnfehen gibt, ift ber fünft»
tiche SRofaitfußboben. ®a ift auch ni^t ein §au«, metc^e« biefe« Zie=
rate« entbehrte. 2tu« tteinren unb größren bunten ©teindhen finb atter»
ticbfte 2Jlufter jufammengefegt, unb man muß mirttidh ben 9îeidhtum
ber Srfinbung bemunbern, ba tein SJÎufter bem anbren gleicht.
Von außen maren bie Käufer gefdhmacflo«, meift mit grellem 9îot
angeftrichen, aber faft jebe« hat über ber ïh^re eine Snf^rift; häufig
tieft man bie freunbtiche ©ntabung: „Sei mitttommen!" — Vor
mannen Käufern fieht man hatbrunbe Vänte, auf benen fidh bie Sîa^»
barn jufammenfanben. 9?od) jegt ftehen bie Vuben ber Ötoertäufer
unb berer, bie ©etränte an bie Vorübergehenben oertauften. 5Der Ver»
fäufer ftanb, mie in unfren Saufmann«gemölben, hinter einem Sabentif^e,
beffen 3îanb jiertid) mit SRarmor belegt mar. .^ier ftanben auf einer
(Erhöhung öon DJîarmor bie îaffen; an ben jurücfgetaffnen 9îingen
fonn man nodh fehen, mo unb mie fie geftanben haben.
1824 grub man ein fchöne« Sab au«. 1)arin ftanb ein "©effet öon
SBronje auf melchem ein meibtidhe« ©telett faß, beffen Strme unb $al8
mit golbnen Vänbern unb 3umelen gefchmücft maren. 3ln einem §aufe
entbecfte man — ma« befonber« mertmürbig ift — eine große unb brei
fleinere biete @ta«tafeln, unb 1828 grub man fünf gläferne Vedher