Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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Sanbftraße gefegt unb itjn bort ben 9teifenben lange bergebltth angc»
boten, bi» benn ein 9Kann, ber nad^ ©torfhotm gemanbert fei, itjr
ien §unb für eine ßteinigfeit abgetauft ^abe. ®ie SKütter habe be»
ruf)igt erf^ienen, al« fie o^ne ^unb jurücfgetehrt fei, unb niemal«
märe jmif^en i^nen beiben bte 9tebe mieber auf ben §unb getommen.
3fur al« bie SKutter t)or ungefähr einem halben 3;ahre pfö^Ii^ »on
«inem S^Iagfluf? befallen roorben, habe fie fthmerjfidh ausgerufen: ®er
.§unb! — baS Äirb! — unb fei bann oerfd)ieben.
®iefe trjählung ma^te ben allerfdhmerjli^ften ©nbrucf auf bie
©röfin. ®ie hielt fich "un überjeugt, baß bie alte SKartetenberin ben
.§unb nur beShalb fo bitter gehaßt hoben fönne, meif er fie fortroöhrenb
an ben jammerootlen, je^t nicht länger ju bejmeifelnben Job be« Äirt=
be« erinnert habe, bei roelchem fie unftreitig gegenmörtig gemefen fei. ®ie
brücfte ihr ©eficht laut meinenb in bie Siffen be« ®ofa«, möhrenb
ier fleine §unb, ben man je^t in ba« 3uumer ließ, ba« äWäbdhen auf
ber @te£(e mieber erfannte, on ihr freubig emporfprong unb ou^ t)on
ihr mieber ertonnt unb mit Siebtofungen überhäuft mürbe. ®cr §unb
lief balb ju ber ©räfin, bolb ju bem 9J?äb^en, al« rooKte er beibe ju»
eirtouberjiehn; bo« ®?äbdhen ober, bie ben 3ufommenhong biefer ©cene
nidht begreifen fonnte, fniete oor ber meinenben ©röfin nieber, ftrei»
dtjelte ihr mitleibig bie SBongen, bef^mor fie in rührenber Einfalt, nidht
mehr gu meinen, unb fügte enblidh bie bringenbe Sitte hi"äu, ihr ben
,f)unb mieber ju fdjenten, benn bie SDtutter, bie iljn gehaßt, fei ja nun tot.
®ie ©räfin ober brücfte ben fiunb feft an fidh, reichte bem SKäb^en
einen Seutel mit ©olb, unb mintte ihr bo« ^iniiuer ju oerlaffen.
®ie ©ef^ichte ber bohmifchen ©räfin fonnte nicht oerf^miegen blei»
ben; fie modhte große« Sluffehen unb gelongte felbft bi« ju ben Ohren
ber Königin ©hriftine. ®ie Königin ließ bie ©räfin ju fich entbieten,
um ihr oüe nur mögliche Seilnohme ju ermeifen; oÜein bie ©räfin
mor nun oüer ffielt abgeftorben unb moüte nur nodh bie rouhre
3ohre«äeit borübergehen loffen, um olebonn in ihre §eimot jurüclju»
fehren unb hier in ber ©tiüe eine« Älofter« ben Sob ihre« Äinbe« ju
bemeinen.