Boekgegevens
Titel: Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
Auteur: Haastert, E.F.L.; Knoest, J.C.
Uitgave: Rotterdam: Nijgh und van Ditmar, 1895
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 4292
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200705
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse taalkunde
Trefwoord: Duits, Leermiddelen (vorm)
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   Der Jugendfreund: ein Lesebuch für Schule und Haus
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•frhinercn ^cit toerloffen, Broar fehlte e8 an ^Wcinncrn ni^t, bie um
t)ie §anb ber fthöneu SBitroe matben, unb be(onber8 hat'«" mehrere
arme Settern i^reS terftorbneu @eraaf)(8 M mit fnf* frecher Iniua»
ßung beg^atb an fie gebrängt, jumal i^r Keiner ©o£)n @rbe großer
aWaioratggüter mar unb e« fid^ be8t)alb mot)l ber ÜKühe üertot)nte, eine
ziemliche S^ei^e Oon Sauren fein ©tiefoater ju merben. 9lüein bie ©räfin
hatte jebe Semerbung ftanb^aft äurüdgemiefen, mar trog i^rer Sugenb
feft unb mürbig auf i^rem ^(age fielen geblieben unb hatte hieburch
man^eS Übet beS Kriege« mie ein guter @eift ju erleichtern unb »on
f ihren Unterthanen abzumenben gemußt, bi« benn jegt bie ©(hlacht bei
r Santomig gefdjlagen unb bon ben fiegreidhen (Schmeben ba« Haupt»
quartier ber öftreithif^hen (generale, ba« ©chloß ber Oräfin, erftürmt
I murbe. SBährenb nun hiebci bie jügeÜofen Sieger ba« foftbare ®e=
f bäube plünberten unb in Sranb ftecften, mährenb bie ®ienerf(haft ber
©räfin ben graufamften SKißhanblungen ju entfliehen fuchte, berbarg
fie fich mit ihrem Kinbe unb bem lleinen in ein ganj
entlegne« unterirbifdje« @ema^ unb berljarrte hier unentbecft fo lange,
bi« enblidh an bie ©teKe be« gräßlichen loben« über ihr eine bange
Sotenftide eintrat. ®a magte fie fi^ au« ihrem Serftecl herbor, um
Hülfe für fich i^r bor Hu"9er meinenbe« Kinb ju fud^en, unb
-fanf, als fie um ftch her nicht« al« rau^enbe Irümmer erblicEte, troft»
loS an ber ©teile nieber, mo fonft bie ©chloßfapeUe geftanben hatte,
bon ber nur noch ein ©fücf be« Sogen«, ber fich über bem lltar
mölbte, unb bie 9tefte be« hal6öcrbrannten großen ©hriftuSfreuje«, mel»
d^e« fegt bertohlt am Soben lag, ju ertennen maren. Kaum aber hatte
fte hier gebetet unb ba« meinenbe Kinb felbft meinenb an bie Sruft
gebrücft, als ein fchmebifcher ©olbat hinter einem ""Pfeiler herbor auf fte
jufprang, fein ©etoehr anlegte, atS lüoHe er e« auf fte to«brücEen, enb»
tidh aber babon abließ, ihr näher trat unb fie mit rauhem Sone befragte,
ob fie fetbft bie ©räfin fei, unb, ba fie e« erfcbrodEen bejahte, ihr ba«
Kinb mit ©emalt au« ben 3lrmen riß. Sitten, Sefd^mörungen, Ser»
Ipre^ungen, nid)t8 half; ber ©olbat blieb taub unb rannte mit bem
Kinbe fort, bie Wutter aber ihm nadh, in ihrer Stngft ben tleinen ^m'o