Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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588 IV. Teil. Kinderscliutz und Volkserzieliung.
zum Preise von 1 Penny verkauft. — Endlich ist zu erwähnen,
dafs die Volksunterhaltung auch in Belgien gepflegt wird. Hier
giebt A. D. Musschost eine Zeitschrift „De Violier" heraus,
welche mit gröfstem Eifer für die Forderung: „Die Kunst für das
Volk!" eintritt.
Welche Verbreitung die Volksunterhaltungsabende schon vor
einigen Jahren in Deutschland gefunden hatten, lälst sich aus
einer Statistik erkennen, welche die „Comeniusblätter für Volks-
erziehung" im März-April Heft des Jahres 1895 mitteilen. Da-
nach waren damals bereits folgende Orte mit regelmäfsigen Volks-
unterhaltungsabenden bekannt: Allstedt in Thüringen, Berlin,
Breslau, Bremen, Bromberg, Bergedorf bei Hamburg, Bernburg,
Göthen, Cammin in Pommern, Dresden, Danzig, Düsseldorf, Elms-
horn, Elberfeld, Essen a. d. Ruhr, Graudenz, Greifswald, Görlitz,
Hagen in Westfalen, Hildesheim, Hirschfeld, Insterburg, Königs-
berg in Preufsen, Kiel, Landsberg a. d. Warthe, Langenberg in
Rheinland, Leipzig, Leipzig-Lindenau, Liegnitz, Lindheim in Hessen,
Luckenwalde, Lübeck, Lüneburg, Mühlheim a. d. Ruhr, Ohrdruf,
Pinneberg, Rothenburg in Schlesien, Stargard in Preufsen, Soldin,
Stendal, Tangerhütte, Tilsit, Ülzen, Zerbst, Zoppot, Zwickau. Seit-
dem sind noch eine ganze Reihe anderer Orte hinzugekommen, so
Cassel, Frankfurt a. Main, Jena, Wiesbaden, Greiz, OS'enbach, Erfurt
u. a. m. In Cassel hat die „Kommission für Veranstaltung von
Volksvorträgen und Volksunterhaltungsabenden" die Sache in die
Hand genommen und u. a. am 11. März 1897 eine „musikalisch-
deklamatorische Unterhaltung" abgehalten, welche die Dirigentin
des Gesangvereins „Casseler Frauenchor", Fräulein E. Keerl, leitete.
Im Winter 1897/98 fanden statt eine „musikalisch-deklamatorische
Abendunterhaltung" am 9. Dezember 1897 und eine Aufführung
von „Schillers Glocke" von Romberg am 29. März 1898, im Winter
1898/99 zwei „musikalisch-deklamatorische Abendunterhaltungen"
am 15. Dezember 1898 und am 23. März 1899, ein „Tondichter-
Abend" am 16. Februar 1899 und vier „Balladen-Abende" am 3.
und 10. November 1898 und am 9. und 16. März 1899, bestehend
aus Besprechung und Deklamation. Nach dem „Sechsten Jahres-
bericht des Ausschusses für Volksvorlesungen" in Frankfurt a. M.
fanden daselbst im Winter 1896/97 4 Volksvorstellungen statt:
„Minna von Barnhelm", „Der Richter von Zalamea", „Der Pfarrer
von Kirchfeld" und „Faust" 1. Teil im Stadttheater, zu denen dem
Ausschufs eine gröfsere Anzahl von Eintrittskarten zu 0,40 Mark,
„einerlei, auf welchen Platz sie lauteten", zur Verfügung gestellt