Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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572 IV. Teil. Kinderscliutz und Volkserzieliung.
das Wintersemester 1897/98 weist der dritte Jahresbericht der
„Bernischen Kommission für gemeinverständliche Hochschulvor-
träge (University-Extension)", im Auftrage der Kommission von
Professor Graf verfafst, einen in Bern selbst gehaltenen Cyklus
von 6 Vorträgen über Astronomie und 29 Einzelvorträge in
den verschiedenen Ortschaften des Kantons auf, die alle sehr gut
besucht waren. Der vierte Jahresbericht, welcher das Winter-
semester 1898/1899 betrifft, weist auf 1 Cyklus von 3 Vorträgen
in Bern und 17 Einzelvorträge in Bern und den verschiedenen
Ortschaften des Kantons, in Biel, Burgdorf, Herzogenbuchsee,
Interlaken, Lyss, Nidan, Thun. Der in Bern von Professor Reiches-
berg gehaltene Cyklus von Vorträgen behandelte das Thema:
„Die Grundzüge der modernen Arbeiterbewegung". Die Teil-
nehmerzahl wird auf 80 bis 100 Personen beiderlei Geschlechts an-
gegeben. Die Vorträge sind jedermann unentgeltlich zugänglich.
Bemerkenswert ist, dafs der Gemeinderat der Stadt Bern die Vor-
träge nur durch Zuwendung einer Subvention von 100 Francs
unterstützt; die Einnahmen fliefsen zumeist aus Privatmitteln,
bezw. Vereinsmitteln. In Zürich hat die „Pestalozzi-Gesellschaft,
Verein für Volksbildung und Volkserziehung", gegründet im Jahre
189ö aus Anlafs der 150. Wiederkehr des Geburtstages Pestalozzis,
die Sache in die Hand genommen und im Winter 1896/97 6 Vor-
tragscyklen eingerichtet: Beziehungen der Schweiz zum Ausland;
Kinderpflege; Wirtschaftliche, soziale Theorien und Bewegungen
bis zur modernen Arbeiterbewegung; Neuere Schweizergeschichte;
Grundlinien moderner Psychologie; Volksernährung. Im Winter
1897/98 wurden 18 Einzelvorträge, die von 1044 Zuhörern be-
sucht waren, und 7 Vortragskurse mit 472 Teilnehmern gehalten:
Volk und Staat in der amerikanischen Union; Geschichte der fran-
zösischen Revolution; Skizzen aus dem Gebiete der unorganischen
Chemie, mit Experimenten; Kranken- und Unfallversicherung;
Jeremias Gotthelf, der schweizerische Volksdichter; Bakterien und
ihre Einwirkung auf Leben und Gesundheit; Ausgewählte Kapitel
aus der Moralphilosophie. Im Winter 1899/1900 fanden statt 11
Einzelvorträge, besucht von insgesamt 820 Hörern, und 5 Kurse,
4 zu je 6 und 1 zu 4 Stunden, besucht von insgesamt 289 Per-
sonen. Die Kursthemen waren: Sozialpolitische Aufgaben der
Gemeinde; Verbrechen und Strafe; Das Volk im Spiegel der
deutschen Dichtung; Kunst und Künstler in Italien im Zeitalter
der Renaissance; Die Leistungen unserer Sinneswerkzeuge. Das
Eintrittsgeld für einen Kurs beträgt 1 Franc. — In Wien