Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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570 IV. Teil. Kinderscliutz und Volkserzieliung.
schule gehalten, an der sich etwa 400 Personen beteiligten; die
Kurse umfafsten ungefähr 100 Vorlesungen und dauerten 6 Wochen.
Es folgten dann Sommerschulen an den Universitäten in Christiania,
Lund und Helsingfors 1894, zuletzt noch in Wisby, ohne dafs es
jedoch zu eigentlichen University-Extension-Kursen in den skandi-
navischen Ländern bisher gekommen wäre. Allerdings hat sich in
Lund nunmehr im Anschlufs an die Sommerkurse ein ständiges
„Zentralbureau für gemeinverständliche wissenschaftliche Vor-
lesungen" gebildet unter dem Vorsitze von Professor Ribbing,
das die Aufgabe hat, 1. Anmeldungen von Personen anzunehmen,
welche gemeinverständliche Vorlesungen halten wollen, 2. den Vor-
lesungsvereinen und Arbeiterinstituten geeignete Vortragende zu
überweisen, H. auch in solchen Orten Vorlesungen zu veranstalten,
wo keine Vereine bestehen. Bis Februar 1899 waren 3 Listen
von Vortragenden und den Gegenständen ihrer Vorlesungen er-
schienen. Über den Erfolg dieses Vorgehens bin ich nicht orien-
tiert; doch will ich noch bemerken, dafs in Malmö die Mitglieder
des Arbeiterinstitutes schon lange den Unterricht von Hochschul-
lehrern aus dem nahe gelegenen Lund geniefsen. Auch in Däne-
mark kann von eigentlicher University-Extension erst in neuerer
Zeit die Rede sein; jedoch bestehen hier schon seit mehreren
Jahren einzelne Einrichtungen, welche damit grofse Ähnlichkeit
haben, so der „Abendunterricht" des „Studentersamfundet" in
Kopenhagen. Erst im Mai 1898 ward dann der Kopenhagener
Volks-Universitäts-Verein gegründet, welcher nunmehr die eigent-
liche University-Extension ins Leben rief. Der erste gedruckte
Bericht über die Thätigkeit dieses Vereins hegt jetzt vor: „Folkelig
Universitetsundervisning". Die Vorlesungen begannen im Februar
1899, und bis Mai 1899 wurden 18 Vortragsreihen, jede zu
6 Vorträgen, gehalten. An den Lehrgängen beteiligten sich
aufser Kopenhagen noch die Städte Helsingör, Ringsted, Nyborg,
Kolding, Horsens, Aarhus, Randers, Aalborg, Hjörring. Die Zahl
der Zuhörer betrug im Ganzen 4648 (3111 Männer und 1537
Frauen); davon kamen auf Kopenhagen 1121 (721 Männer und
340 Frauen). Am zahlreichsten waren vertreten die Handwerks-
gehilfen: 1160, demnächst Frauen ohne bestimmten Beruf: 1035,
Lehrerinnen: 359, Beamte und Männer der freien Berufe: 322,
Handlungsgehilfen: 301, Lehrer: 194, Handlungsgehilfinnen: 32
u. s. f. Wie in England werden zur Unterstützung der Vorträge
Leitfäden und Erörterungen, die für 20 Öre käuflich sind, aus-
gegeben. In dem Berichte sind für den Herbst 1899 wieder Vor-