Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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562 IV. Teil. Kinderscliutz und Volkserzieliung.
sischer Klub. Die Bibliothek und das Lesezimmer des Vereins
werden eifrig benützt, und auch die meistens an Sonntag-Abenden
abgehaltenen Volksunterhaltungen sind zahlreich besucht.
Volkstümliche Vorträge uiid Vorlesungscyklen.
Volkshochschule.*)
§ 61.
Dienen öffentliche Lese- und Bücherhallen dem Zwecke der
intellektuellen Weiterbildung dadurch, dafs sie dem Volke zur
eigenen Belehrung geeignete Lektüre darbieten, so suchen die
volkstümlichen Vorträge aller Art dieses Ziel durch Unterricht
nach Art des Universitäts-Unterrichtes zu erreichen. Da-
durch wird jenes durch Lektüre erworbene Wissen ergänzt und
erst wahrhaft fruchtbar gemacht, geklärt und vertieft. Ihre
Aufgabe besteht ganz allgemeinhin in der Ubermitte-
lung höheren Wissens, weitergehender Kenntnisse, aber
ohne es dabei auf Gelehrsamkeit abgesehen zu haben.
In Betracht kommen alle diejenigen Gegenstände, welche als un-
veräufserliche Bestandteile höherer moderner Geistesbildung an-
gesehen werden müssen, nämlich: Geschichte, Gesellschaftskunde,
Geographie im weitesten Wortverstande und sämtliche natur-
wissenschaftliche Disziplinen. Aufserdem sind aber auch noch
mancherlei andere Materien zu berücksichtigen, zunächst ästhetische
Belehrungen; denn die ästhetische Bildung hat ja neben der prak-
tischen auch eine theoretische und historische Seite aufzuweisen,
welche nicht vernachlässigt werden darf, wenn die Bildung keine
Lücken haben soll. Ganz dasselbe gilt von der ethischen Bildung;
somit werden auch ethische Belehrungen am Platze sein. Und
endlich sind auch pädagogische Belehrungen in den Kreis
dessen, was geboten wird, aufzunehmen: die Reifen sollen ja
nicht blols Bildung besitzen, sondern sie sollen dazu
fähig sein, dieselbe zu Gunsten der Heranwachsenden
zu verwerten; sie sollen es verstehen, jeder an seinem Teile, die
junge Generation zu gebildeten Menschen zu erziehen. Dafs dazu
*) Man vergleiche: Bergemann, „Über Volkshochschulen"; ferner
die Berichte über solche Veranstaltungen und die Mitteilungen in den
jComenius-Blättern für Volkserziehung", dem „Bildungs-Verein", den „Mit-
teilungen über die Volksvorlesungen und verwandten Bestrebungen im
Rhein- und Maingebiet', dem ,Arbeiterfreund' u. a. m.