Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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§ 60. Öfifentliche Lesehallen und Volksbüchereien. 553
Boston auf 670 000 Mark
London , 660 000 „
Chicago , 470 000 ,
Sidney , 280 000 ,
Manchester , 240 000 ,
Liverpool , 240 000 ,
New-York besitzt in vier grofsen Bibliotheken eine halbe Million
Bände, deren Benützungen auf jährlich etwa eine Million angegeben
werden. In Manchester waren die Journalsäle im Jahre 1891 von
drei Millionen Lesern besucht, und 200 000 Bände wurden in
demselben Jahre 1 500000 mal benützt. In Boston besteht die
Volksbücherei aus 556 000 Bänden, die im Jahre durchschnittlich
1 300 000 mal entliehen werden. In London wird die Zahl der
Benützungen auf 2 500 000 angegeben. In 40 englischen Städten
finden wir im Jahre 1890 Volksbüchereien mit über 100 000 Be-
nützungen auf das Jahr. Nach John J. Ogles Schätzung in
seinem Buche „The free library' bestanden im Jahre 1896 in
ungefähr 300 Ortschaften Englands, Schottlands und Irlands 600
bis 700 Bibliotheken, welche zusammen einen Bücherbestand
von 5 000 000 Bänden besitzen, die jährlich ungefähr 25 bis
30 000 000 mal ausgeliehen werden. Rechnet man die Zahl der
städtischen freien Bibliotheken ohne Filialbibliotheken in Grofs-
britannien mit Greenwoods „Library Year Book' auf 330, so
entfällt eine solche Bibliothek in Wales auf 94937 Köpfe der
Bevölkerung, in England auf 103 708, in Schottland auf 125 812
und in Irland auf 276 764, in ganz Grofsbritannien und Irland zu-
sammen auf je etwa 116000 Einwohner. Die Aufwendungen der
Städte und Gemeinden für Volksbibliothekszwecke sind durch die
Gesetzgebung fest normiert in der Weise, dafs der Höchstbetrag
der Bibliothekssteuer, library rate, die von den Städten er-
hoben werden darf, wenn die Mehrzahl ihrer steuerzahlenden
Bürger sich dafür erklärt hat, einen Penny auf das Pfund ge-
zahlter Steuer beträgt. Die Steuer darf eine kleinere sein, z. B.
oder 1/2 Penny betragen, aber nicht höher bemessen werden, falls
nicht das Parlament in einem besonderen Gesetz für die betreffende
Stadt die Erhebung eines höheren Betrages gestattet. Wie weit
ist man in England doch uns Deutschen in Sachen der Volks-
bildung vorausgeeilt! Auch sind in England und ebenso in
Amerika die öffentlichen Lesehallen und Volksbibliotheken teil-
weise wahre Paläste, was man z. B. von denen Berlins, etwa von
der in der Mohrenstrafse, keineswegs behaupten kann: dieselbe ist