Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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520 IV. Teil. Kinderscliutz und Volkserziehung.
zahlenmäfsig feststellen: Agahds Material erlaubt das in weitem
Umfange. So liefs bei den erwerbsthätigen Kindern in Gera der
Fleifs viel zu wünschen übrig bei 21,77''/o der Knaben und
12,92 7o der Mädchen, die Aufmerksamkeit bei 18,5 ®/o der Knaben
und 10,5% der Mädchen. Sitzen blieben von den Knaben 31,45®/o
ein-, 10,89"/o zwei- und 1,61 "/o dreimal, von den Mädchen 25,23''/o
ein-, S^/o zwei- und 0,62 ®/o dreimal. Es safsen im ersten Drittel
der Klasse von den Knaben 31,05 ®/o, im zweiten 34,68 "/o und im
dritten 34,27 "/o, von den Mädchen 33,85 o/o im ersten, 34,46 «/q
im zweiten und 31,690/0 im dritten Drittel. In Hannover waren
die häuslichen Schulaufgaben der Erwerbsschüler bei den Knaben
gut bei leo/o, befriedigend bei 520/o, nicht befriedigend bei 26o/o,
schlecht bei 67oi bei den Mädchen gut bei 200/j, befriedigend
bei 42 0/0, nicht befriedigend bei 320/o, schlecht bei 6 o/o. Fleils
und Aufmerksamkeit während des Unterrichts waren bei den Knaben
gut bei 16o/o, befriedigend bei od^/o, nicht befriedigend bei
130/0, schlecht bei 15 0/0, bei den Mädchen gut bei 16 0/0, be-
friedigend bei 50 o/g, nicht befriedigend bei 21 o/,,, schlecht bei
130/0. In Schmölln zeigten von den 336 beschäftigten Knaben
100 einen mittelmäfsigen Fleifs, 19 waren notorisch faul, 137 wenig
aufmerksam, 20 ganz unaufmerksam; von den 350 beschäftigten
Mädchen waren 117 mittel mäfsig fleifsig, 11 ganz faul, 19 hatten
in der Aufmerksamkeit die Zensur „schlecht". Um ganz sicher
den Anteil der Erwerbsarbeit an diesen Ergebnissen feststellen zu
können, müfste man freilich die Zensuren der anderen Schüler
zum Vergleich daneben haben und genau wissen, welcher Art die
häuslichen Verhältnisse der Kinder sind.-i^Aber immerhin gestatten
die mitgeteilten Daten schon Schlüsse, welche den Einflufs der
Lohnthätigkeit auf die intellektuelle Leistungsfähigkeit in nichts
weniger als günstigem Lichte erscheinen lassen. Jedenfalls wäre
es nicht die Norm, wie jeder Schulmann bestätigen wird, wenn,
wie in Gera, unter den erwerbsthätigen Kindern ^/s sämtlicher
Schüler unternormal in ihren Fortschritten wären. Dafs endlich
Verspätungen und Schulversäumnisse aller Orten in Masse mit
Bezug auf die lohnarbeitenden Kinder konstatiert werden, wiU ich
nur kurz erwähnen, von Vorteil ist das weder für die Schul-
arbeit im allgemeinen noch für die betreffenden Kinder im be-
sonderen. Das alles ist ja auch ganz selbstverständlich, wenn man
bedenkt, dafs die Kinder ermüdet oder gar krank durch lange
Nachtarbeit oder durch frühe Morgenarbeit oder durch Arbeit in
der Zeit zwischen dem Vor- und dem Nachmittagsunterrichte in