Boekgegevens
Titel: Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
Auteur: Bergemann, Paul
Uitgave: Gera: Theodor Hofmann, 1900
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: IWO 670 J 10
URL: https://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_200003
Onderwerp: Pedagogiek: sociale pedagogiek
Trefwoord: Sociale pedagogiek, Handboeken (vorm)
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   Soziale Pädagogik auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage, und mit Hilfe der induktiven Methode, als universalistische oder Kultur-Pädagogik
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§ 32. Die Subjekte oder Träger der Erziehung. 285
stitution. Bestimmteres läfst sich beim besten Willen nicht,
ohne ins Phrasenhafte zu verfallen, angeben. Wenn aber jemand
glaubt, dafs das angegebene Kriterium zur Gewinnung eines Ur-
teils über Befähigung oder Nichtbefähigung zum Erzieherberufe
unzureichend sei, so verweise ich darauf, dafs die Gefühle und
Triebe im teleologischen Zusammenhange des Seelen-
lebens eine zentrale Stellung einnehmen. Das aber ist ganz
sicher, dafs der Erzieherberuf bei denen, welche ihn ergreifen
■wollen, eine ganz bestimmte Naturveranlagung voraussetzt; denn er
gehört, wie Döring richtig erkannt und hervorgehoben hat, zu
den Berufen höherer Ordnung, welche nur auf Grund einer
solchen scharf ausgeprägten, genau individualisierten natürlichen
Begabung mit vollem Erfolge betrieben werden können.
Bezüglich der Ausbildung der berufsmälsigen Erzieher sei
dieses bemerkt. Wir haben bei ihnen, wie wir wissen, drei Klassen
der Hauptsache nach zu unterscheiden: Hofmeister-, Anstalts- und
Schulerzieher. Wir können nun in diesem Schema noch eine
weitere Vereinfachung eintreten lassen, wenn wir bedenken, dals
der Hofmeister seine Stellung für gewöhnlich als eine blofs transi-
torische ansehen mufs: er wird stets danach trachten, früher oder
später im öffentlichen Erziehungswesen verwendet zu werden. In
Betracht kommt für ihn dabei vornehmhch die Anstalts-Erziehung.
In die Klasse der Anstalts-Erzieher können wir übrigens auch
diejenigen Erzieher, welche mit der Leitung solcher Institutionen
wie der Spielvereinigungen u. a. m. betraut sind, die bei der Klassi-
fikation bisher übergangen wurden, rechnen. So dürfen wir also
sagen: es sind zwei Hauptkategorien von Berufs - Erziehern zu
unterscheiden, Anstalts- und Schulerzieher. Bei den letzteren er-
geben sich naturgemäfs wieder verschiedene Unterabteilungen,
Klassen zweiten Grades, sekundärer Art, insofern hierbei in Be-
tracht kommen Volks- und Fortbildungs-Schul-, Gymnasial- u. s. f.
Erzieher. Bei allen diesen Erziehern nun mufs die allgemeine
Vorbildung die nämliche sein, d. h. alle müssen gehalten sein,
die gleichen Lehranstalten zu besuchen und müssen die-
selbe allgemein - pädagogische Ausbildung empfangen.
Ein Unterschied darf nur und mufs selbstverständlich bestehen
in der Sonder-Ausbildung für diesen oder jenen Teilzweck
der Erziehung, hinsichtlich der Schulerziehung für dieses oder jenes
Sonderfach, bezw. für diese oder jene Sonderfächer. Und ferner:
irgendwelche Rang- und Gehaltsabstufungen dürfen meiner Ansicht
nach nicht in der Weise, wie es jetzt der Fall zu sein pflegt, in