Boekgegevens
Titel: Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
Auteur: Susan, Seligman
Uitgave: Harlem: Erben F. Bohn, 1863
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8459
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201995
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Bellettrie, Duits, Schrijvers, Naslagwerken (vorm)
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   Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
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btrenbe ©ciiewl, fcboii »äf)veub ber ï^arabe in bic l)öcf)fte
gcratijcn ift. SttfcS ging unter bem Slffen, unter bem Suber, na«
mentlidh bei unfercr Siinfion, unb ber Äommanbirenbc fagte beim
aßegreiten, baß i^m ein foIc^cS Sdhanbregiment wie baê unfrige
noch nicht vorgefommen unb baß er eê jn einem (gtrafregiment
madhen »otle, »enn eê möglich fei. (§ê ift fegt jwei Uhr.
Um öierc fteht ber 3ng öollfommen bepacEt ba, ^ßarabeanjug.
@adh fotl bie (2dh»cvnot{^ in ben Sïagen fahren. SJbmarfchirt!"
S)er Kommanbant ber »tcrten Äorporaifchaft, «Sergeant Kuhbach,
geht nac^benfeub bie 3;reppen hinauf in bie Stube feiner SZann«
fchaft. @r erinnert baß er breiunbjwanjig S^hre ^'ent, unb
baß er in biefen breinnbjamnjig Sohren nur ein einjigeê SDïal be«
ftraft würbe, unb baê war gerabe an feinem >§ochjcitêtage, alê
er bie 9leuvermählte prügelte, nachbem fte ihm tmter ïhvanen ge«
ftanben, baß Pon einer früheren Siebe ein jarter Sprößling tor«
hanben fei. 2)amalê wüthete uitb tobte ber Sergeant Kuhbach
ganj entfeglich. Wofür ihm ber Offijier du jour eine Strafwac^e
gab. — Slber baß er ein alter Sfel fei, hatte biê jegt noch S^tic«
manb gewagt ihm ju fagen. „STOitß ich t'c'un," mitrmelte er jwi«
fehen ben ßähnen, „mit einer folchen Schweineforporalfchaft ge«
ftraft fein, mit Kerlê, bie ^aupturheber ftnb, baß ein ganjeê
ai^tbareê Slrmeecorpê Seiner Stajeftat bem König alê eine regel«
lofe Sanbe gefchilbert wirb!" — Sergeant Külbach backte an
Selbftmorb, unb wer weiß, waê gefd}ehen wäre, wenn er nicht
jnfäHiger SBeife attf ber treppe einen feiner Seute erwifcht hätte,
ber ihm alê ber größte Schntierftttfe befannt war. S)er Slermfte
fam gerabe von feinem oerfpäteten Sïittageffen auê ber Küd)e ttnb
war recht ftmtig bamit befchäftigt. Den gebrauchten fchmugigen Söf«
fei an Dem Unterfutter feiner Sienftmüt^e ju reinigen. Saßt ttnS
fchwetgen über Den Sluêbrnch beê fergeantlichen 3ornê, ber nun er«
folgt. Slber Ktthbad) »erfchaffte fo feinem ©rimm einigermaßen Suft
ttnb fomtte jientlich gcfammelt ttuD ruhig in bem ßimmcr feiner Kor«
poralfchaft erfcheinen. .^inter ihm fliegt bie fradhenb in'ê
Schloß unb bieê ©etöfe', verbimben ntit bem Slnblirf beê Sorge«
fegten, fchncUt bie Solbaten attê ihren Selten empor. „So, fo,
3hf éimmelfafermente!" ritft ber Sergeant, „liegt 3hr lieber
auf @uern fattlcn Sättchen, wenn ringêherum ber ïïeufel loê ift.
.§at fid) benn ber §err Kapitän umfonft bie Sunge auêgefd;rieen.