Boekgegevens
Titel: Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
Auteur: Susan, Seligman
Uitgave: Harlem: Erben F. Bohn, 1863
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8459
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201995
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Bellettrie, Duits, Schrijvers, Naslagwerken (vorm)
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   Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
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»üii ber SBauge iiiib floß ai: ben ^afê, erfchrcift ful;r eö
mit ber .§anb ua(S feiner SBange, eö füllte bie offenen ©pnren ber
3ähnc, ba ftief eö ben Seppcr Bon ftcè, bafj er rücflingö hinftürjte,
bann fc^rie nnb f)eulte eö laut auf, baß Sllleö im §aufe ertt)ad}te;
ber (Sepper richtete ftd) auf, tun eö ju tröften, aber jdmmerlicE)
wehflagenb ftieß eö ihn abermalö «on fic^. Sa man ©erdufd)
im ^aitfe Bemannt, fc^Iii^ fic^ ber Sepper fort, benn erbaute:
bie (Sac^e ift niAt fo arg; anc^ »oüte er ftd) unb Sonele jebe
Verlegenheit erfpareit, unb er I)offte, eö würbe fdjueü eine Sluö«
rebe Borbringen, wenn bie Seitte ïjerbeifdmen.
Ser Vater uttb bie SJÏutter famen mit Sicht unb fte fchlugen
bie §dnbe jufammen, als fte ihr bluttriefenbeö itinb fahen. Schnett
würbe bie alte ttrfel, bie Biel ^auSmittefchen fanitte, h^rbeige«
holt, bie alte grau fagte ganj offen: „SaS fann ben ÄrebS
geben, ober ber baS gcthan hat, muß bie SBttnbc mit feiner ßttn«
ge reinigen." — SaS Sonele fd)wur h^th uub he'Iifl» lif^'^r ju
ftcrben, als baß ber Sepper cö nur noch einmal berühren bürfte.
(Ss würben nttn alleriet Heilmittel angewenbet unb baö Sonele
ftöhnte wie eine Sterbenbe.
Unter feiner Vebingung wotttc baS Sonele tnehr ben Sepper
fehen, unb biefer ging enblich jwei Sage barauf, ein fleiiteS Weiß«
leinenes Sfdnsdien auf bem 9{ütfen, nadh Stuttgart.
ßrft nach Bierjehn Sagen ging Sonele auS bem §aufe, aber
immer mit Berbmtbencm ®efid)te. crfwürbig! faft ber erfte, ber
ihm begegnete, alö eö mit ber ^acfe auf ber Sdiulter jum Äar«
toffelgrabeu inö gelb ging, tcar ber Sdger.
„SBie geht'S, fdjoneS SoncIe ?" fragte er gutmüthigbieVerbunbene.
Saö Sonele wottte Bor Scham in ben Soben finfen, eö war
ihm fo eigen, baß er cö bei feinetn 9?amen nannte ttnb noch baju
„fchöneö" fagte, eö ftihlte jejjt boppelt, wie grdßlich entftellt eö
war; alö eö baher fchweigenb fetifjtc, fagte ber 3dgcr: „3d) h^b'
fchon gehört, waö gefchehen ift, barf mau'S nicht fehen?" —
Saö Sonele fchob fchudttern baö Such weg unb ber 3dger fchlug
itnwillfürlich bie ^dnbe jufammeit, battu aber fagte er: „Saö
ift utiBerseihltch, unmenfiilt^, fo mit fo einem henlieden SOZdb«
chen umzugehen wie Sh^ fei)b; baö ift einmal wieber eine cd)te
Vatternrohheil/ Berjeihet mir'ö, ich "'ein' (Jttch gewiß nicht mit,
aber bic SRenfchen finb oft bclb Vieh- Saffet'ö ©ich aber nicbt
511 fehr grämen."