Boekgegevens
Titel: Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
Auteur: Susan, Seligman
Uitgave: Harlem: Erben F. Bohn, 1863
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8459
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201995
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Bellettrie, Duits, Schrijvers, Naslagwerken (vorm)
Bekijk als:      
Scan: Afbeeldinggrootte:
   Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
Vorige scan Volgende scanScanned page
gefiel mir nicl)t liOet; eine rafd^e, wo^i gewacbfeuc Srünette, bie
einen bie furje 3cit über auf bem Saube »Df)t unterhalten hätte. Sh^^
Siebhaber (benn alö fotchen ftellte ftch <6crr Schmibt gleirt} bar) ein
feiner, boch ftiller 5)fenfd), ber ftd) nid;t in unferc @efpräd)e mifdien
»oüte, ob ihn gleich Sottc immer herein 50g. SBaS mid) am mei«
[tcn betrübte, war, baf ich an feinen ©efi^tSsügen jn bcmerfen
fchien, eS fei) mehr @igeuftnn unb übier ^>umor, alö ßingcfd^ränft«
heit beS ^BerftanbeS, ber ihn ftch mitäuthcilcn hinberte. 3n ber %oh
ge war biep Iciber nur ju beutliil); benn als grieberife beim Spajie«
rengehen mit Sotten unb gelegentlid) auch mit mir ging, würbe beS
.§errn Stngeficht, baS ohnebtef! einer bräunlid)en garbe war, fo
fid)tli(^ »erbunfelt, baf eS ßeit war baf Sötte nüd^ beim SIermel
jupfte, unb mir ju »erftehcn gab baf idi mit grieberifcn 511 artig ge«
than. 9Jim «erbrieft mich niditS mehr alS wenn bie 50ienfchen einan«
ber plagen, am meiften, wenn junge Seute in ber SSIüthe beS Sebenö,
ba fte am offenften für aüe greuben felju fömiten, einanber bie paar
guten 3;agc mit gragen »erberben, unb nur erft jn fpät baS Unerfeg«
lid)e ihrer iI5erfd}Wenbung einfchcn. Sffid} wurmte baS, unb
fonnte nidjt umhin, ba wir gegen Slbenb in ben ^^farrhof jnrücffehr«
ten, unb an einem Sifdie i'Wilch afen, unb baö öefpräch auf greu«
be unb Seib ber 9Belt fich wcnbcte, ben gaben jn ergreifen, unb recht
hcrjlich gegen bie üble Saune jn reben. 2öir üijenfchen betlagen imS
oft, fing id) an, baf ber guten 3;age fo wenig finb, unb ber fd)lim«
menfosiel, unb, voie nüd) bünft, meift mit Unrecht. 2Genn wir
immer ein offenes ^erj hätten, baS @utc 511 geniefen baS unS ©ott
für jeben Jag bereitet, wir würben alSbann aud) Äraft genug ha«
ben, baS Uebel 511 tragen, wenn eS fommt. — 2ßir haben aber iiufer
©emüth nicht in unfercr (Scwalt, «erfel^te bic |i).^farrerin; wie inel
hängt »om Äörper ab! wenn einem nicht wob! ift, ift'S einem über«
all nidit recht. — 3d} geftaub ihr baS ein. SSir wollen eS alfo,
fuhr ich fort, alS eine kranfheit anfehen, unb fragen, ob bafür fein
SJJittel ift? — SaS läft ftch hören, fagte Sötte: ich glaube wenig«
ftciiS, baf Biel üon iinS aM)ängt. 3d) weif eS an mir. SSenn midj
etwas necft, unb mid) »erbrieflich mad}en wiH, fpring' id) auf, unb
fing' ein ^ßaar ß'ontretän^e ben ©arten auf unb ab, gleid) ift'S
weg. — 2)aS war'S, waS id) fagen woHte, »erfe^tc id): eS ift mit
ber üblen Saune »öüig, wie mit ber J.rägheit, benn eS ift eine 91rt
öon Trägheit. Unfcn- 9?atur hängt fehr bahin, unb boch, wenn
wir nur einmal bie Äraft haben, unS ju ermannen, gebt unS bic