Boekgegevens
Titel: Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
Auteur: Susan, Seligman
Uitgave: Harlem: Erben F. Bohn, 1863
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8459
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201995
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Bellettrie, Duits, Schrijvers, Naslagwerken (vorm)
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   Handbuch der modernen deutschen Prosaisten: mit biographisch-literarischen Erläuterungen
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@icd}{)ette »crfdjmachtet. Sic wirb einige 3;age in ber Stabt bei einer
rec^tfcbaffenen grau jubringen, bie fid) nacE) ber Shtffage ber Slerjte
i()rem (Snbenaî)t, unb in biefen legten Slugenbliden Sotten um fic^
■^aben will. Sc^ war vorige SBod^e mit i^r, ben Pfarrer von St...
JU befud)en, ein £)ertd}en, baS eine Stunbe feitwärtS im ©ebirge
liegt, aßir famen gegen vier baf^in. Sotte hatte i^re jwev;te Sc|wefter
mitgenommen. Sllê wir in ben mit jwei) ()oben Sfußbäumen
tiberfd)atteten ^farr^of traten, fap ber gute alte SKann auf einer
S3ant Vor ber ^auêthiir, unb ba et Sotten fah, warb er wie neu be=
lebt, vergafi feinen Änotenftocf, unb wagte fidj auf, if)r entgegen.
Sie lief l)in ju if)m, nötf)igte i[)n, ftd} nicberjulaffcn, inbem fie ftd)
jtt ihm fetzte, brachte viele ©rütje von ihrem SSater, herjte feinen
garftigen fc^mugigen jüngften Sitben, baê Quafelchcn feineg Stlterê.
2)u bätteft fte fehen foIIen, wie fie ben Sitten bcf^dftigte, wie fie
ihre Stimme erhob, um feinen halb tauben O^ren Vernehmlid) ju
wetbcn, wie fie il)m von jungen robuften Seuten crjählte, bie ttn^
vermuthet geftorben wären. Von ber ®ortrefflid)îeit beö Âarlêbabcô,
unb ivie fte leinen (Sntfd)lut lobte, fünftigen Sommer hinj^gchen/
wie fie fanb, bap er viel beffer auöfähc, viel munterer fei) alê baö
le^temal ba fie ihn gefehcn. — 3ch l)atte inbe^ ber grau ^farrerin
meine >§öflichfeit gemad)t. 2)er ^'Ite wtirbe ganj mtinter, unb ba
id) nicht imt^in fonnte, bie fchönen SJtißbäume ju loben, bie tinê fo
lieblich befchatteten, fing er an, uné, wiewo:h'einiger 93efd)Wer-
lichteit, bie ©efchicbtc bavon ju geben. — 2)en alten, fagte er, wif^
fen wir nidit, wer ben gepflanjt hat: einige fagen biefer, anbere je^
ner Pfarrer. S)er jt'nigere aber bort hinten ift fo alt, alé meine
grau, im October ftmfjig 3ahr. Sh^ ï'fïanjte ihn beê ©îor^
genê, alê fie gegen Slbenb geboren würbe. (§r war mein 3?orfahr
im Slmt, ttnb wie lieb ihm ber Satnn war, ift uitÉt ju fagen;
mir ift er'è gewiß ttidh' weniger. SJeine grau fat bartinter auf einem
Salfen tmb ftrirfte, ba ich Heben unb jwanjig 3af)ren alö ein
armer Stubent jum erftenmale hier in ben .§of fam. — Sotte fragte
nacb feiner Jouter: eS h'ep, fie fei) mit ^errn S^mibt auf bic
SSiefe hinauê ju ben Slrbeitern, unb ber Sllte fuljr in feiner (Srjäh^
lung fort: wie fein SSorfahr ihn lieb gewonnen, tmb bie3;o(^tci ba«
ju, unb wie er erft fein Sicar, unb bann fein Sîachfolger geworben.
Sie @efd)ichtc war nid)t lange ju ®tbe, alö bie Snngf^cr ^4-^farrerin
mit bem fogenanntcn .§errn S^mibt bttrd) ben ©arten herfam : jie
bewillfommte Solle mit hcrjlidiér 2ßännc, tiitb i^ muß fagen, fte