Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
Bekijk als:      
Scan: Afbeeldinggrootte:
   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Vorige scan Volgende scanScanned page
Gl
Wetteifernd mit dem Tag klimm' ich empor,
Tief unter mir das Thal, das Wolkenmeer,
Kühn schauend in des Himmels offnes Thor,
Schreit' auf des Todes Wegen ich einher.
Doch steh' ich droben auf der Scharte Saum ,
Wo Platz für mich und meinen Mut nur ist,
Und schau' ich weit aus in den freien Raum,
Den selbst des Adlers Auge schwindelnd mifst; —
Und steh' ich in der grofsen Stille da.
Die keines Gleckwurm's Pfiff mehr unterbricht,
Allein mit meinem Gotte, fern und nah',
Vielleicht der Einz'ge rings so hoch am Licht:
Dann schaut dein Thal, ein Fleckchen Gras, herauf,
Dein Haus — ein Vogelnest an seinem Rand,
Dein mächt'ger See — ein Wassertröpflein drauf,
Und stolz lobpreis' ich meinen Älplerstand.
Der Fischer.
Zieh hin mit Gott, du kühner Jägersmann!
Ich falte wohlgemut die Maschen aus ;
Mit muntrem Lied geht's in den See hinan.
Ein liebes Echo wiederholt's vom Haus.
Wohl schläft auch lauernd unter mir der Tod,
Doch frevelnd ihn zu wecken hüt' ich mich ;
Und wenn er murrend aus der Tiefe droht.
Harr' ich in Demut, bis sein Zürnen wich.
Auch unter mir im Wasserspiegel ruht
Der blaue Himmel in erhabner Ruh' ;
Und wenn sie sich beäugelt in der Flut,
Bin ich der Sonne näher noch als du.
Die schroffen Zacken, die dein Fufs versucht.
Die Schlucht, in deren Öhr du schwindelnd hängst,
Sie bieten, spiegelnd in des Sees Bucht,
Mir Hochentzücken, ungetrübt von Angst.
Und statt der Totenstill' im Reich der Luft,
Kommt, wenn die Herden ziehn im Abendstrahl,
Die Senne johlt, das Ave-Glöcklein ruft.
Der Geist der Stille trauter noch in's Thal,