Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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loh sehe sie schon von Natur für gänzlich unvermeidlich an.
Zu künstlich ist der Mensch gebaut: betrachtet nur im Kopf das Hirn
Mit hunderttausend Äderchen und Nervchen wie verworrner Zwirn.
Drum staun' ich jedesmal im Rat, wo mehr als einer sitzt und spricht.
Wenn sich der ganze krause Kram zuletzt zu einem Schlul's verflicht.
Und jammern Andre dafs die Welt jetzt gar so durcheinander steht,
So wundr'ich mich im Gegenteil, dafs sie nicht in Scherben geht.
Nach fünfjährigem Aufenthalt in Italien kehrte Kopisch 1828 nach Deutschland
zurück, lebte in Berlin, wo er mit dem Titel Professor einen Jahrgehalt bezog,
die letzten vier Jahre in Potsdam. Bei einem Besuche seiner Verwandten in
Berlin starb er plötzlich am 6 Februar 1853.
36. Tomte i Garden.
(Dänische Sage.)
Veit Rik fährt Korn in den Hof hinein.
Da keucht klein Tomte hinterdrein.
Der Tomte i Garden ist klein wie ein Kind
Und trägt mit Müh' einen Halm im Wind,
Er hat ein rot Käppchen und freundlich Gesicht
Und sagt: »Verschmäh' doch mein Hälmchen nicht!" —
Veit Rik aber lenkt in die Scheuer und spricht :
»Was hilft mir ein Hälmchen, du kröplicher Wicht?
Geh' hin wo du willst, das wär' mir genehm.
Das wär' eine Hülfe, wenn d i e Art kam'!'' —
Der Tomte i Garden blieb nicht stehn.
Man sah ihn zu Rikebur's Nachbar gehn :
Dem bracht' er die Ähre, der nahm sie gern,
Da bracht' ihm Tomte noch mehr von fern;
Der Tomte i Garden schleppt Nacht und Tag,
Bis voll des Nachbars Scheuer lag;
Er liest auch die Körnchen am Wege verstreut.
Womit er die Hühner des Hofes erfreut.
Holt Moos und verstopft die Ritzen im Stein,
Läfst kein kalt Lüftchen in's Haus hinein ;
Die Hölzchen und Zweiglein liest er auf
Und zündet damit das Feuer auf;
Er wäscht die Kindlein und kämmt ihr Haar,
Es glänzt wie die lichte Sonne so klar;
Er duldet kein Fleckchen, er scheuert die Bant,
1) = krüpplicher.