Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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heben panschen (in einer Flüssigkeit heru-n-
schwtnken fahren und sie unter einander rühren,
senken wobei der Laut nachgeahmt wird, wel-
chen man dabei hört.)
manschen (eigentlich mangschen,mangsen, so bei Stieler in seinem
Wörterbuch von 1691 , von man gen oder mengen, nach seinen Teilen unter
einander bringen, mischen, überhaupt in einer flüssigen, nassen oder feuchten
Sache mit den Händen wühlen, sie unter einander bringen.)
schönen (vom Wein = klar machen)
6. schneiden 8. kratzen
rücken schaben
nähen rennen
sticken traben
fassen schniegeln (zierlich putzen,
passen mit dem Nebenbegriff des Ge-
streichen suchten und Steifen)
hucken b i e g e 1 n (bügeln , plätten)
zupfen
rucken
7. gleiten vermaledeien,
plumpen klopfen
fallen hacken
lärmen kochen
schreien backen
Wie deutlich kommt hier die Hast der Geschäftigkeit und das Eigentümliche
jedes Gewerbes zur Anschauung r
Aber auch von seiner ernsten Seite zeigt er sich z. B. in »Psaumis und
P u r a s", wo er uns den Sieg Menschlichkeit über die Barbarei in einem Bilde
aus dem neugriechischen Heroentum darstellt, oder da, wo er einzelne Anekdo-
ten und Sagen aus der deutschen Geschichte behandelt, wie »G e 1 i m e r," »F r a n k-
furt am Main'' u. a.
Aber alles dieses ist nicht so tief eingeschlagen in die Nation , wie sein kerni-
ger, vielgesungener »Trompeter" und seine echt humoristische »Historie
von N 0 a h ', in welcher er, wie er das überhaupt gern thut, den Wein
preist und hier insbesondere im Gegensatz gegen das Wasser verherrlicht.
Letzteres möge denn hier ein Platschen finden.
HISTORIE VON NOAFI.
L 2.
Als Noah aus dem Kasten war Fromm Noah sprach; ach lieber Herr ,
Da trat zu ihm der Herre dar, Das Wasser schmeckt mir gar nicht sehr,
Der roch des Noäh Opfer fein Dieweil darin ersäufet sind
Und sprach: »Ich will dir gnädig sein. AH' sündhaft Vieh und Menschenkind;
Und weil du ein so frommes Haus, Drum möcht' ich armer, alter Mann
So bitt' dir selbst die Gnaden aus!" Ein anderweit Getränke ha'nl'"'
1) anderweit, aus mhd. ander weide (einen anderen Gang, ein anderes Mal), umge-
deutet in das räumliche weit: anderwärts, adj. auch anderweitig.
2) haben (mhd. hftn).