Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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23. Die Geschichte vom dunnueii Hänschen.
Ilänschen will ein Tischler werden,
Ist zu schwer der Hobel;
Schornsteinfeger will er werden,
Doch das ist nicht nobel;
Hiinschen will ein Bergmann werden,
Mag sich doch nicht bücken;
* Hänschen will ein Müller werden,
Doch die Säcke drücken ;
Hänschen will ein Weber werden.
Doch das Garn zerreifst er.
Immer, wenn er kaum begonnen.
Jagt ihn fort der Meister.
Hänschen, Hänschen, denke dran,
Was aus dir noch werden kann!
Hänschen will ein Schlosser werden.
Sind zu heifs die Kohlen ;
Hänschen will ein Schuster werden,
Sind zu hart die Sohlen ;
Hänschen will ein Schneider werden,
Doch die Nadeln stechen ;
Hänschen will ein Glaser werden.
Doch die Scheiben brechen ;
Hänschen will Buchbinder werden —
Riecht zu sehr der Kleister.
Immer, wenn er kaum begonnen.
Jagt ihn fort der Meister.
Hänschen, Hänschen, denke dran.
Was aus dir noch werden kann.
Hänschen hat noch viel begonnen.
Brachte nichts zu Ende;
Drüber ist die Zeit verronnen,
Schwach sind seine Hände;
Hänschen ist nun Hans geworden.
Und er sitzt voll Sorgen,
Hungert, bettelt, weint und klaget
Abends und am Morgen.
»Ach warum nicht war ich Dummer
In der Jugend fleifsig ?
Was ich immer auch beginne —
Dummer Hans nur heifs' ich —
Ach, nun glaub' ich selbst daran,
Dafs aus mii*nichts werden kann!'' —
24. Der Frühling als König.
DerFrühlingschlief ameis'gen Bach.
Da küfste ihn die Sonne wach
Aus seinen tiefen Träumen.
Schnell wirft er ab sein Winterkleid,
Er ihut sich um ein neu Geschmeid'
Und lenket sonder Säumen
Den Blütenwagen durch die Luft
Umwogt von süfsem Bhimenduft,
Umschwirrt von muntern Klängen.
Viel Boten fliegen vor ihm her —
Kein König hat auf Erden mehr;
Das ist ein buntes Drängen!
Was atmen nur und fliegen kann,
Das schliefst sich ja dem Zuge an,
Es klingt wohl tausendtönig :
»Der Lenz ist unser König!"
Der Käfer und der Schmetterling,
Sie kriechen aus und folgen flink,
Die Wespen und die Bienen,
Sie kommen, ihm zu dienen.
Aus allen Ländern, fern und nah,
Sind schon die Abgesandten da ;
Zu seinem Ruhme melden
Sich alle Sängerhelden;