Boekgegevens
Titel: Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
Auteur: Schwippert, P.A.
Uitgave: Haag: Henri J. Stemberg, 1881
Auteursrechten: Zie auteursrechten
Citeerinstructie: Bijzondere Collecties van de Universiteit van Amsterdam, UBM: Obr. 8058
URL: http://schoolmuseum.uba.uva.nl/bookid/LCSM_201841
Onderwerp: Taal- en letterkunde naar afzonderlijke talen: Duitse letterkunde
Trefwoord: Literatuur (fictie en non-fictie), Duits, Gedichten (teksten), Leermiddelen (vorm)
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   Deutsche Poesie für Gymnasien und Realschulen
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0 Zollern! deine Leiche umschwebt ein lichter Kranz:
Sahst du vielleicht noch sterbend dein Haus im künft'gen Glanz 7
Von Sachsenheim zween Ritter, der Vater und der Sohn,
Die liegen still beisammen in Lilien und Mohn,
Auf ihrer Stammburg wandelt von alters her ein Geist,
Der längst mit Klaggeberden auf schweres Unheil weist.
Einst war ein Herr von Lustnau vom Scheintod auferwacht,
Er kehrt' im Leichentuche zu seiner Frau bei nacht,
Davon man sein Geschlechte die Toten hiefs im Scherz ;
Hier bringt man ihrer einen, den traf der Tod ins Iferz.
Das Lied, es folgt nicht weiter, des Jammers ist genug.
Will jemand alle wissen, die man von dannen trug:
Doit auf den Rathausfenstern, in Farben bunt und klar,
Stellt jeden Ritters Name und Wappenschild sich dar......
Hi. Junker Rechberger.
Rechberger war ein Junker keck,
Der Kaufleut' und der Wandrer Schreck.
In einer Kirche, verlassen.
Da thät' er die Nacht verpassen.
Und als es war nach Mitternacht,
Da hat er sich auf den Fang gemacht.
Ein Kaufzug hat er vernommen.
Wird frühe vorüberkommen.
Sie waren geritten ein kleines Stück,
Da sprach er: »Reitknecht! reite zurück!
Die Handschuh' hab' ich vergessen
Auf der Bahre, da ich gesessen."
Der Reitknecht kam zurücke so bleich ;
»Die Handschuh' hole der Teufel euch!
Es sitzt ein Geist auf der Bahre ;
Es starren mir noch die Haare.
Er hat die Handschuh' angethan
Und starrt sie mit feurigen Augen an.